Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Australiens schnellste Lärm-Lawine

22.08.2007

Eigentlich hat man mit dem Kapitel 'Hardcore' abgeschlossen. Abgelegt in der Schublade "Musik für junge Springer". Wenn aber Australiens Hard-Ons auf der Bühne stehen (wie Dienstag im FZW), hält man den Kopf vor den Lautsprecher und gibt sich die pralle Dröhnung.

Schneller, härter, lauter! Aus den Boxen kracht eine Lärm-Lawine, die uns überrollt und mitreißt. Schon erstaunlich, wie schlappe drei Mann einen solchen Orkan lostreten können. Die Cosmic Psychos, auch aus "down under", waren so eine Truppe und die Hard-Ons sind vom gleichen Holz.

Wenn man sie mustert, beide im vollen Saft, glaubt man kaum, dass Peter "Blackie" Black (Gitarre) und Ray Ahn (Bass) Gründungsmitglieder der Band sind. Soll heißen: Sie haben 23 Jahre Rock'n'Roll auf dem Buckel. Besonders der koreanischstämmige Ahn würde für einen Teenager durchgehen. Manche lässt der große Götze Rock'n'Roll vorzeitig altern, auf andere wirkt er wie ein Jungbrunnen.

Kollege Blackie präsentiert sich ebenfalls in Topform. Ein Breitbein-Gitarrero und "Matten"-Schüttler. Das Instrument in Kniehöhe, drischt er über die Saiten. Sportgitarre kann er auch. Spielt mit den Zähnen oder hinter dem Kopf. Grimmig reckt er den Unterkiefer vor. Manchmal hat er die Zunge draußen und sieht dann aus wie ein beflissener Anfänger.

Fräsende Gitarre, knochenharter Bass, gnadenlose Schlagzeug-Peitsche: Die Hard-Ons fusionieren Punk und Speed-Metal. Sie hecheln durch ihr letztes Album "Most People Are Nicer Than US". Ein Intro wie in Link Wrays "Run, Chicken, Run" bleibt die einzige Atempause. Vorher, nachher - volle Bratze! Ein Power-Konzert. kai

Lesen Sie jetzt