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Autohändler schützt sich gegen Langfinger

Airbag-Diebstahl

DORTMUND Nach Radio- und Navigationsgeräten stehen bei Autoknackern eingebaute Airbags hoch im Kurs. Vor allem in Osteuropa gibt es dafür einen Schwarzmarkt. Frank Kockskämper von Mazda Wagner in Aplerbeck hat jedoch einen Weg gefunden, sich vor Airbag-Dieben besonders zu schützen.

von Von Achim Roggendorf

, 09.04.2010
Autohändler schützt sich gegen Langfinger

Langfinger haben bei Frank Kockskämper von Mazda Wagner keine Chance.

Im vergangenen Jahr hatten Unbekannte mehrmals im Schutz der Dunkelheit die neben dem Autohaus stehenden Fahrzeuge aufgebrochen und die Sicherheits-Ballons ausgebaut. Geschäftsführer Kockskämper geht davon aus, dass es sich dabei um eine Form des organisierten Verbrechens handelt: „Die Täter suchen gezielt nach Airbags, um sie dann irgendwo im Ausland zu verkaufen.“

Ohne die dazu gehörende Steuerelektronik seien die lebensrettenden Ballons zwar nutzlos, dennoch würden sie skrupellos von dubiosen Händlern und Werkstätten in reparierte Unfallwagen eingebaut, um deren Wert zu steigern. Um sich vor den Langfingern zu schützen, hat Kockskämper das Gelände mittlerweile mit Stacheldraht eingezäunt. Damit nicht genug. Pfiffig wie er ist, baute er zudem die Airbags aus den Neuwagen aus, die erst beim Verkauf wieder eingebaut werden. Um Luftkissen-Diebe abzuschrecken, hängt außerdem ein Zettel hinter jeder Windschutzscheibe.

In vier verschiedenen Sprachen – Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch – heißt es da: „Achtung! Keine Airbags eingebaut. Aufgrund von wiederholten Diebstählen sind wir gezwungen, diese Maßnahme zu treffen.“ Noch scheint es sich indes nicht herumgesprochen zu haben, dass bei Mazda Wagner kein Airbag mehr zu holen ist. Erst kürzlich schlugen die Langfinger wieder zu, schlugen die Seitenscheiben von fünf Fahrzeugen ein. Jedoch machten sie sich diesmal ohne Beute aus dem Staub. Kockskämper: „Ich hätte zu gern ihre Gesichter gesehen, als sie feststellten, dass die Airbags ausgebaut sind.“ Auch in der Ebbinghaus-Niederlassung an der Arminiustraße kennt man das Problem. Ein „ausgeklüngeltes Sicherheitssystem“, so Geschäftsführer Miachel Güldenpfenning, schiebt hier dem Airbag-Klau einen Riegel vor.