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Autovermittler soll Kunden hereingelegt haben

Betrugsprozess

DORTMUND Mit den Machenschaften eines windigen Kredithais soll ein Dortmunder Autoverkäufer mehreren ohnehin schon klammen Kunden den letzten Cent aus der Tasche gezogen haben. Jetzt kämpft der Mann in der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht um einen Freispruch.

von Von Martin von Braunschweig

, 27.04.2010
Autovermittler soll Kunden hereingelegt haben

Die Vorwürfe stammen aus dem Sommer 2008. Damals soll sich der Angeklagte mit seiner Firma für Autovermittlungen ganz gezielt an Kunden herangemacht haben, die wegen schlechter Schufa-Einträge keine Hoffnung mehr auf einen Neuwagen hegten. Laut Anklage präsentierte der Dortmunder den Interessenten ein kompliziertes Finanzkauf-System, an dessen Ende die Kunden einen Neuwagen mit monatlichen Raten finanzieren können sollten. Der Haken war nur: Sie sollten ihren bisherigen Wagen sozusagen als Anzahlung abgeben. "

Einer der Zeugen erinnerte sich vor Gericht: „Der Mann ist ein super Verkäufer. Für mich die Nummer eins in ganz Deutschland. Eigentlich sollte man ihm eine Medaille um den Hals hängen. Er hat mich so zugelabert, bis ich so doof war, mich auf das Geschäft einzulassen.“ Der Zeuge hatte dem Angeklagten damals seinen alten BMW überlassen, den versprochenen Neuwagen jedoch nie gesehen. Der Angeklagte schiebt das jedoch auf unvorhersehbare Probleme mit einer Investor-Firma. Ein Betrüger sei er jedenfalls nicht. Der Prozess wird Mitte Mai fortgesetzt.