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BVB-Fans mussten in die "unfreiwillige Nachspielzeit"

Deutsche Bahn

APLERBECK Ein unplanmäßige Verlängerung mussten rund 50 BVB-Fans in Kauf nehmen, die am Samstag (3.4.) nach dem Bundesligaspiel der Dortmunder Borussia gegen Werder Bremen am Bahnhof Aplerbeck-Süd aussteigen wollten.

von Von Jörg Bauerfeld

, 08.04.2010
BVB-Fans mussten in die "unfreiwillige Nachspielzeit"

Jürgen Hebnick (l.) und Klaus Sander (r.) BVB-Fans mussten in die "unfreiwillige Nachspielzeit".

Der Sauerlandexpress, der laut Sonderfahrplan (RE 57) im südlichen Stadtbezirk seine "Fanladung" ausschütten sollte, hielt sich nicht an die Vorgaben und fuhr einfach durch. Aussteigen konnten die BVB-Anhänger dann beim nächsten Halt – in Fröndenberg. Anstatt um 17.40 Uhr wieder in heimischen Gefilden zu sein, landeten die Fans erst gegen 18.30 Uhr wieder in Aplerbeck an.

„Das ist nicht da erste Mal, dass so etwas passiert“, weiß Klaus Sander zu berichten. Es sei schon das vierte oder fünfte Mal in den letzten zwei Jahren gewesen, dass der Zug am Haltepunkt Aplerbeck-Süd einfach vorbeigefahren sei. „Man merkt sofort ob er anhält“, so Jürgen Hebinck. Der Aplerbecker ist ebenfalls reger Nutzer der R 57, zumindest an den Spieltagen des BVB. „In Höhe der Erlenbachstraße entscheidet sich zumeist, wo wir aussteigen“, so der 66-Jährige mit einem Schmunzeln. „Wenn der Zug beschleunigt weiß man sofort, es geht wieder an Aplerbeck-Süd vorbei.“

Dies war auch am Samstag wieder der Fall. Und trotz des für die Borussia fantastischen Wochenendes (Sieg gegen Werder, Niederlagen für Schalke und Leverkusen), hatten die Bahnfahrer den Kaffee auf. Dabei sei doch am Signal-Iduna-Park alles geregelt, so Jürgen Hebnick. Sogar über die Lautsprecher hätte ganz klar die Aussage erfolgt, dass der Zug in Aplerbeck-Süd halte. „Ich weiß auch nicht, was mit manchem Zugführern los ist“, so Klaus Sander. Der besucht seit 55 Jahren !! die BVB-Heimspiele und hat so manche Fußball-Schlachten erlebt. „Aber was man mit der Bahn erlebt, das toppt alles.“

Ob der an BVB-Heimspieltagen veränderte Fahrplan schuld an dem Durcheinander ist (die R 57 hält sonst nicht in Aplerbeck-Süd) wissen die beiden BVB-Fans auch nicht zu beantworten. „Aber es muss doch klare Anweisungen an das personal geben“, so Sander. Der sorgte am Samstag dafür, dass die BVB-Fans zwar mit einiger Verspätung doch noch in Aplerbeck-Süd ankamen. „Ich habe den Zugführer gefragt, ob der R 57 von Fröndenberg in Richtung Dortmund unplanmäßig in Aplerbeck-Süd halten könnte.“ Dies war, nach Rückfrage, möglich – ausnahmsweise. Ob die Bahn nach dem nächsten Heimspiel der Borussia (Sonntag 18.4.) gegen Hoffenheim in Aplerbeck-Süd hält? Drauf wetten würden die BVB-Fans nicht.