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Babys bald auf dem Trockenen ?

23.08.2007

Hörde Mehr als 500 Babys und Kinder der Schwimmschule Cornelia Döring sitzen absehbar auf dem Trockenen. Denn die Tage des beheizten Kleinbades des St.-Josefs-Hospitals, in dem Kinder ab dem 4. Lebensmonat planschen, sind gezählt, auch wenn der Schließungstermin noch nicht feststeht. Ausweichstätten sind nicht in Sicht. Doch die Sportlehrerin kämpft weiter für eine Zukunft ihrer 500 Schwimmschüler.

"Die laufenden Kosten für das Bad verursachen dem St.-Josefs-Hospital jährlich 50 000 bis 60 000 Euro. Davon trägt die Schwimmschule etwa die Hälfte, den Rest schießen wir zu", rechnet Clemens Galuschka, Geschäftsführer des St.-Josefs-Hospitals, vor. Für das Krankenhaus selber spiele das Bad eine nachgeordnete Rolle. Das Schwangerenschwimmen könne auch in Hotelbäder ausweichen.

Um Stadt und Land als Geldgeber für den Neubau einer Kleinschwimmhalle zu gewinnen, in der auch Behinderte, Rheumaligen und DLRG Platz finden, erarbeitet Döring derzeit gemeinsam mit dem Dienstleistungszentrum ein Trägermodell und appelliert an die Verantwortung der Politik: "Jedes dritte Kind in der Grundschule ist Nichtschwimmer, und Ertrinken ist die häufigste Todesursache bei Kindern." Das Innenministerium hat deshalb die Initiative "quietschfidel" angestoßen und nennt als Ziel "ein attraktives, kundenorientiertes und flächendeckendes Bäderangebot in Nordrhein-Westfalen". Auf Fördermöglichkeiten bei Bau oder Betrieb eines Bades angesprochen, verweist Giesbert Aluttis, Leiter des Referates Breitensport, auf die Sportpauschale, mit der das Land die Zuständigkeit an die Kommunen weiterreicht.

Doch auch Sportdezernent Jörg Stüdemann öffnet nicht gleich die Stadtschatulle. Er verweist auf die "sehr gute Versorgungsstruktur der Stadt mit Bädern", will sich auf Antrag aber kundig machen, ob es Ausweichstätten für die Schwimmschule gibt. het

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