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Bande schmuggelte über 100 Mio. Zigaretten

Bochumer Landgericht

DORTMUND Sie sollen Millionen von Zigaretten geschmuggelt, und jeder für sich hunderttausende Euro verdient haben - doch damit ist es jetzt vorbei. Seit Montag steht eine Schmugglerbande vor dem Bochumer Landgericht – einer ihrer mutmaßlichen Chefs war ein Dortmunder (35).

von Von Kasper Kamp

, 12.04.2010

Die angeklagten acht Männer aus der ehemaligen Sowjetunion und Griechenland sollen zwischen März 2008 und Mai 2009 rund 100 Millionen Zigaretten geschmuggelt haben. Der Schaden für den Fiskus: 13 Millionen Euro. Laut Anklage schleusten die Männer die unversteuerten und teils unverzollten Zigaretten in großen Mengen nach Griechenland und von dort aus per Lastwagen nach Deutschland. Tausende Stangen von Zigaretten sollen zwischen den Lkw-Ladungen versteckt und an den Zöllnern vorbei über die Grenzen geschmuggelt worden sein. Die Glimmstängel wurden angeblich in Lagerhallen in Dortmund, Jüchen, Recklinghausen und Gelsenkirchen gebunkert und an andere Großabnehmer weiterverkauft. Die immensen Provisionen sollen sich die Angeklagten in bar ausgezahlt haben. Der 35-jährige Dortmunder war laut Anklage der entscheidende Mann, der die Transporte von Griechenland nach Deutschland organisierte. Er engagierte angeblich die Fahrer und arrangierte die Routen. Die Bande flog auf, weil der Name eines Angeklagten in einem anderen Prozess häufiger fiel und die Ermittler ihn fortan überwachten. Dabei stießen die Beamten auf die Schmugglerbande. Die sieben Männer wurden anschließend auch observiert. Die Angeklagten schweigen zu den Vorwürfen. Der Prozess wird fortgesetzt.