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Bank: Haben 91-Jährige korrekt beraten

Umstrittener Fonds-Kauf

Die 91-jährige Irmgard Greiner und ihre Schifffonds: Nachdem unsere Redaktion über den Fall berichtete, haben zahlreiche TV-Sender den Fall und Greiners Ärger mit der Commerzbank aufgegriffen. Jetzt hat sich erstmals die Bank geäußert - diese sagt: „Wir sind völlig sauber.“

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 04.11.2011
Bank: Haben 91-Jährige korrekt beraten

Auf ihrer alten Olympia-Schreibmaschine hat Irmgard Greiner viele Briefe an die Dresdner Bank geschrieben.

Eine Beraterin der Dresdner Bank hatte im Jahr 2007 der damals 87-Jährigen die Beteiligung an drei Schifffonds empfohlen. Nach eigenen Angaben war es Irmgard Greiner nicht bewusst, dass sie nicht vor dem Jahr 2028 aus dem Invest aussteigen konnte – wenn sie 108 Jahre alt wäre. Mittlerweile hat sie Klage gegen die Commerzbank eingereicht, in der die Dresdner Bank inzwischen aufgegangen ist.

 „Alles was berichtet wurde, entspricht nicht den Tatsachen“, sagt Gunnar Meier, Sprecher Privatkundengeschäft bei der Commerzbank. Grundsätzlich könnten auch ältere Menschen ihr Geld langfristig anlegen, etwa dann, wenn das Vermögen in eine Stiftung einfließen soll. Frau Greiner habe den ausdrücklichen Wunsch gehabt, ihre 40.000 Euro in den Schifffonds anzulegen.„Die Beraterin hat ihr alle Vor- und Nachteile aufgezeigt und ist auch auf die lange Laufzeit eingegangen“, so Meyer. Frau Greiner habe keine kurzfristige Liquidität gebraucht, sondern sie habe ihr Vermögen in eine Stiftung überführen wollen. „Wir haben uns korrekt verhalten“, schließt Meyer.

 „Das hat die Commerzbank schon im Schlichtungsverfahren vorgetragen“, wiegelt Zuhal Canpalat, Anwältin von Irmgard Greiner, ab. Bereits den Schlichterspruch, der zugunsten ihrer Mandantin ausgefallen war, habe die Commerzbank ignoriert. Sie bezweifelt, dass in dem einzigen Beratungsgespräch zu den Fonds der mehr als 60-seitige Prospekt erläutert worden ist. Der damals 87-Jährigen sei ein „hochspekulatives Produkt“ verkauft worden. „Sinn und Zweck einer Stiftung ist es nicht, dass es zum Totalverlust kommt.“

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