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Barockmusik regte an - und beruhigte

Weihnachtskonzerte können auch eine heilsame Wirkung haben: Nervosität war deutlich spürbar beim Weihnachtskonzert der Mozart-Gesellschaft am (verkaufsoffenen) Sonntag im Harenberg-Haus.

10.12.2007

Barockmusik regte an - und beruhigte

<p>L'Ornamento gastierte im HCC. Foto Mozart-Gesellschaft</p>

Das Ensemble "L'Ornamento" hat das Publikum etwas zur Ruhe gebracht und es mit Barockmusik auf historischen Instrumenten in besinnlichere Stimmung gebracht.

Vor einem Jahr waren die vier Musiker schon einmal zu Gast - beim Festival "Next Generation III", das am Sonntag ausklingt. Als eines der profiliertesten und originellsten Ensembles hat "L'Ornamento" Festivalgeschichte geschrieben. Im nächsten Jahr ist das Quartett Stipendiat der Mozart-Gesellschaft.

Dass ein Ensemble aus vier so exzellenten Solisten besteht, ist ein Glücksfall. Die vitale Spielfreude, die Barockmusik frisch, quasi improvisiert klingen lässt, begeistert an den Interpretationen von Juliane Heutjer (Blockflöte), Katharin Heutjer (Barockvioline und Blockflöte), Jonathan Pesek (Barockcello) und Sebastian Wienand (Cembalo). Imposant ist die ausgeprägte Klangfantasie, mit der das Quartett die Telemann-Sonate und das Weihnachtskonzert von Corelli transparent und luftig klingen ließ.

Der Name "L'Ornamento" hielt auch im Flötenkonzert von Vivaldi, in der Cello-Sonate von Gabrielli und den Cembalo-Sonaten von Scarlati, was er verspricht. Äußerst geschmackvoll und stilsicher verzieren und phrasieren die vier Musiker, die sich erstaunlich jung auf Alte Musik festgelegt haben. Zart und mit feinem Bogenstrich webten die Streicher Melodiefäden in der Triosonate von Telemann, seidig klang ihr Ton in "Paul's Steeple", einem mit vielen Klangeffekten gespickten Werk. Und rasant und hochvirtuos zündeten die Flötistin und der Cembalist ein Technik-Feuerwerk in Vivaldis Flötenkonzert und den Scarlatti-Sonaten. In einer Bravour, die unaufgeregt und trotzdem hoch inspirierend klang. JG

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