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Besuch vom "wichtigsten Mann"

Besuch sind die Kinder der mehrfach ausgezeichneten Grundschule Kleine Kielstraße gewöhnt, spätestens seit sie im Dezember 2006 den Deutschen Schulpreis gewann. Der gestrige Termin stellte die Schule dennoch auf den Kopf.

29.08.2007

Schließlich kam mit Bundespräsident Horst Köhler "der wichtigste Mann in Deutschland", wie der zehnjährige Serge weiß. Ein Ereignis, für das alle 369 Schüler der Nordstadt-Grundschule mit ihren Lehrern lange geübt haben und für das gestern bereits ab sieben Uhr morgens Sprengstoffspürhunde und Dutzende BKA-Beamte das Schulgebäude durchstreiften.

Zu ihrem "großen Tag" kamen die Kinder mit klopfenden Herzen unter weißen Hemden oder Shirts, um die hochrangige Delegation mit dem "Lied der Kleinen Kielstraße" zu begrüßen: "Kennst du die Schule, die beste Schule weit und breit?", sangen die Schüler aus 26 Nationen aus voller Kehle in der Turnhalle.

Zwei Stunden nahm sich das Staatsoberhaupt in Begleitung von Schulministerin Barbara Sommer und Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer Zeit, um "Deutschlands beste Schule" kennen zu lernen, eine Schule mit einem Ausländeranteil von 86 Prozent, die durch konsequente Elternarbeit und individuelle Förderung bereits weit vor der Einschulung überzeugt. Umgekehrt gab Köhler auch den Schülern Gelegenheit, ihn ein wenig kennen zu lernen. "Ich hab' gefragt, ob er auch mal einen Tag frei hat", erzählt Viertklässler Serge. Das hat er wohl, aber nicht gestern. Da wollte er nämlich mit seinem Besuch in Dortmund dazu beitragen, dass "diese Schule Schule macht". Denn dort stehe das Kind im Mittelpunkt, ungeachtet dessen, woher es komme. Das Beispiel zeige, dass "Integration auf natürliche Weise möglich ist".

Einen Grundsatz dieser erfolgreichen Integration schilderte Schulleiterin Gisela Schultebraucks-Burgkart mit einem afrikanischen Sprichwort: "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen - das gilt auch für uns in der Nordstadt." Lehrer, Eltern und Betreuer, alle arbeiten Hand in Hand zum Wohle jedes einzelnen Kindes.

Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern wertete der Bundespräsident dabei als besonders wichtigen Punkt neben der guten Arbeit der Lehrer, für Köhler die "Helden des Alltags". Bereits auf dem Papier habe ihn das Konzept der Schule überzeugt, so Köhler zum Abschied. Jetzt wisse er: "Ihr seid viel besser noch, als ich dachte." rie

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