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Bewegende Momente

Oespel Ergreifende Szenen spielten sich am Samstag auf dem Oespeler Dorfplatz ab. Nach über 40 Jahren sahen sich dort Familienmitglieder und alte Freunde wieder - dank der Ruhr Nachrichten-Serie "Meine Straße".

19.08.2007

Noch ahnt Emmi Grewe (73) aus dem Schnitterweg nichts. Am RN-Stand, den wir zum Abschluss der Serie auf dem Dorfplatz aufgebaut haben, tanzt die Samba-Gruppe, viele Besucher genießen ihr Gratiseis.

Plötzlich steht eine Frau vor ihr, mit Tränen in den Augen und einem Foto aus den 1950er Jahren. Emmi Grewe hält inne und dann sprudelt es aus ihr heraus: "Bist du es, Susanne? Das darf ja nicht wahr sein!" Es ist Susanne, Susanne Tiemann (48), ihr Patenkind, das sie seit rund 40 Jahren nicht mehr gesehen hat.

Die 48-Jährige aus der Innenstadt ist sichtlich gerührt, wischt sich die Tränen aus dem Gesicht. "Ich habe über dich in den Ruhr Nachrichten gelesen, da habe ich mir vorgenommen, dich hier heute aufzusuchen." Emmi Grewe hakt ihr Patenkind unter, sie suchen sich eine ruhige Ecke und reden, reden, reden...

Damit aber nicht genug: Ehemann Günter Grewe (79) trifft an diesem Samstag einen Freund aus alten Zeiten wieder. Rudolf Witte (76) hat von seinem einstigen Spielkameraden aus dem Althoffblock ebenso in unserem Bericht gelesen. Beide zogen für die große Liebe nach Oespel - ohne zu wissen, dass sie seit Jahrzehnten im selben Vorort leben. Jetzt wissen sie es, unsere Straßen-Serie hat es ans Tageslicht gebracht. Bei einem Bierchen plauschen die beiden Freunde über die vergangenen Zeiten.

Aber nicht nur die Grewes genießen das kleine Fest der Ruhr Nachrichten. Viele Oespeler sind gekommen, um das Luftbild, das ihre Heimat von oben zeigt, zu kaufen. Zum Beispiel Brigitte Peters aus dem Heuerlings- und Martina Rüther aus dem Brinksitzerweg. Beide lieben "ihr" Oespel und haben sich deshalb riesig über die Serie gefreut. Genauso wie Doris Schnell, die in den 1960er Jahren in Oespel gelebt hat und heute in Dorstfeld wohnt. "Es war schön, über die alte Heimat zu lesen."

Zufrieden sind auch die kleinen Besucher - vor allem als Balduin auftaucht. Das wuschelige RN-Maskottchen ist schnell umlagert und so manches Kind wagt sogar ein Tänzchen mit ihm. Beate Dönnewald

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