Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bläser in der U-Bahn-Baustelle

23.12.2007

Die rhythmischen Pointen von Bachs drittem Brandenburgischen Konzert hallen über die farbigen Mosaike im weißen Steinfußboden. Dann swingen die "Brass Cats" durch die silbernen Gerippe der Fahrplan-Träger bis hin zum Treppenschacht mit den abgedeckten Rolltreppen. Freitagabend spielte das Bläser-Dezett "Hammer Blech" in der Stadtbahnstation Unionstraße, die Ende April eröffnen soll.

Zwischen rot-weißem Flatterband an den Bahnsteigrändern besichtigten die Besucher die Architektur und genossen die Bläser - bei Brezeln, Bier und bester Akustik. "Die Idee dazu kam mit einem Fingerschnippen", verriet Stadtdirektor Ullrich Sierau: Ein Verantwortlicher des Stadtbahnbauamtes ließ während der Arbeiten im Tunnel die Finger schnippen und bemerkte den klaren Hall. Er bewies ein gutes Ohr: Freitagabend trugen die glatten Wände auch die differenzierten Töne der Bläser bis in die hinterste Reihe.

Wem von dort der Blick auf die schlichte Bühne verstellt war, konnte die Gestaltung des Bahnhofs betrachten. Historische Bauzeichnungen, Fotos und Stadtansichten an den Wänden spiegeln die industrielle Vergangenheit. Die Abbildung der "Tremonia" (aus der die RN hervorgingen) vom 1.1.1900 betont den Lokalkolorit. tag

Lesen Sie jetzt