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Bläser in der U-Bahn-Baustelle

DORTMUND Bei einem Konzert in der U-Bahn-Haltestelle "Unionstraße", die erst im April eröffnet wird, gab es Freitagabend erste optische und akustische Eindrücke.

von Von Tilman Abegg

, 23.12.2007

Die rhythmischen Pointen von Bachs drittem Brandenburgischen Konzert hallten über die farbigen Mosaik-Einlagen im weißen Steinfußboden. Dann swingten die „Brass Cats“ durch die silbernen Gerippe der Fahrplan-Träger, bis zum Treppenschacht mit den abgedeckten Rolltreppen. Am Freitagabend spielte das Bläser-Dezett „Hammer Blech“ in der Stadtbahnstation Unionstraße, die am 27. April eröffnet werden soll.

Zwischen rot-weißem Flatterband an den Bahnsteigrändern besichtigten die Besucher die Architektur und genossen das Blaskonzert ¨– bei Brezeln, Bier und bester Akustik. „Die Idee dazu kam mit einem Fingerschnippen“, verriet Stadtdirektor Ullrich Sierau zur Begrüßung: Ein Verantwortlicher des Stadtbahnbauamtes ließ während der Arbeiten im Rohbautunnel die Finger schnippen und bemerkte den klaren Hall. Und bewies ein gutes Ohr: Am Freitagabend trugen die glatten Wände auch die differenzierten Töne der Bläser bis in die hinterste Reihe.

Wem von dort der Blick auf die schlichte Bühne verstellt war, konnte die Gestaltung des neuen Bahnhofs in Augenschein nehmen. Die historischen Bauzeichnungen, Fotos und Stadtansichten an den Wänden spiegeln die industrielle Vergangenheit der Stadt. Die Abbildung der „Tremonia“ (aus der 1949 die Ruhr Nachrichten hervorgingen), vom 1. Januar 1900 betont den Lokalkolorit. Insgesamt sei die Station „das Ergebnis eines gelungenen Planungsprozesses“, so Sierau. 

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