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Böller und Raketen an der Fleischtheke

30.12.2007

"Zwei Ladycracker, ein Piratenfeuer und so eine Top Gun 210, bitte!" - "Gern, darf es sonst noch etwas sein?" Wo sonst frische Fleischwurst feil geboten wird, gehen im Rewe Markt im West-Center derzeit explosive Silvesterartikel über die Theke - eine von vielen Silvester-Feuerwerk-Verkaufsstellen in der Stadt.

Unter Glas, geschützt vor Diebstahl und Entzündung, ist die bunte Auswahl an Feuerwerkskörpern zu begutachten. Bis zu 100 kg dürfen im Laden ausliegen, der Rest der bereits drei Monate im Voraus bestellten Ware wartet im Lager auf den Abverkauf. Schließlich fallen die bunten, fröhlichen und vermeintlich harmlosen Feuerwerkskörper unter das Sprengstoffgesetz.

Sorgen um seinen Markt macht sich Filialleiter Olaf Schulte deswegen aber nicht. Er freut sich stattdessen über gute Umsätze mit Böllern und Raketen, die leicht über denen des letzten Jahres liegen, und macht einen klaren Trend aus. "Es geht weg vom einfachen 'Bumm', hin zu optischen Effekten", stellt er fest. Vor allem Feuerwerks-Batterien, die nur einmal gezündet werden und dann Minuten lang ihre Funkenfontänen versprühen, sind gefragt.

Diesen Trend bestätigt auch Danny Seck, Pyrotechniker der Firma Feuerbändiger und Silvester selbstverständlich im Einsatz. Während ein paar Minuten entspanntes Feuerwerk dank der Batterien für 25 Euro zu kriegen sind, muss man für ein echtes Profi-Feuerwerk zum Jahreswechsel jedoch weitaus tiefer in die Tasche greifen: Für ca. sieben Minuten Farbenpracht sind an dem begehrten Termin schnell 3500 Euro fällig.

Manch wenig fortschrittlicher Kunde verbindet mit den Sprengkörpern aber ohnehin keine ästhetischen, sondern eher martialische Interessen, wie Rewe-Verkäufer Marc Reinger berichtet. "Die decken sich mit Böllern ein, um damit gegen Maulwürfe vorzugehen." SEN

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