Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Brunnen ja, Bomberg nein

DORTMUND Der tolle Bomberg als Motiv für einen von der Reinoldigilde gestifteten Brunnen ist vom Sockel geholt. „Es war ein gut gemeinter Versuch“, sagt der ehemalige Obermeister der Gilde, Dr. Lutz Aderhold. Nicht gut genug. Bomberg geht, aber das Brunnenprojekt bleibt.

von Von Jörg Heckenkamp

, 18.12.2007
Brunnen ja, Bomberg nein

Dieser „Bomberg“-Entwurf für den Brunnen ist Geschichte.

In diesen Tagen hat die Gilde die Ausschreibungsunterlagen für ein Gutachterverfahren an acht Künstler aus Dortmund, Düsseldorf und Ratingen geschickt. Sie sollen sich Gedanken um die Gestaltung machen. Mit einer Entscheidung rechnen die Initiatoren Ende April 2008.

Sie machen keinerlei Vorgaben für die Optik. „Egal ob abstrakt oder gegenständlich“, sagt Gildner Dr. Heinz S. Thieler. Er hat die Idee gemeinsam mit Aderhold und dem Ehren-Obermeister Werner Kocher im vergangenen Jahr entwickelt und vorgestellt.

Mit durchaus zwiespältigem Resultat, was die Person des tollen Bombergs einerseits, die künstlerische Qualität andererseits anging. Dennoch ließ sich die Reinoldigilde nicht entmutigen, will weiterhin 150.000 Euro für ein „hochrangiges Kunstobjekt“ am Platz von Netanya (Ecke Kamp-/Hansastraße) stiften.

Im Zuge der Umgestaltung der Kampstraße soll dort ein ebenerdiges Wasserbecken (Durchmesser: 20 m) entstehen. In oder an diesem Becken soll der Brunnen seinen Platz finden.

Folgende Künstler haben nun bis zum 14. April Gelegenheit, Modelle und Planungsunterlagen für einen künstlerisch gestalteten, 150.000 € teuren Brunnen am Platz von Netanya einzureichen: Ursula Bertram, Ariane Koch, Günter Krückemeier, Michael Odenwaeller, Studenten des FH-Fachbereichs Design (alle Dortmund), Mischa Kuball und Christoph Wanner-Krause (Düsseldorf) sowie Thomas Schönauer (Ratingen).

Ganz wichtig ist der Gilde die Einbindung der Stadt sowie des Planers für die Kampstraßen-Umgestaltung, das Büro von Prof. Fritschi. „Prof. Fritschi wird z. B. an einem Kolloquium teilnehmen, das wir am 18. Januar ausrichten“, sagt Reinoldigildner Dr. Thieler. Folgenden Fahrplan hat er aufgestellt:

  • Ausschreibungs-Unterlagen gerade verschickt.
  • 18.1. 08: Kolloquium
  • 14.4: Ende der Ausschreibungs-Phase.
  • Danach eine Woche Begutachtung durch die Gildner.
  • 21.4.: Tagung der siebenköpfigen Jury (Gildner, Künstler, Prof. Fritschi, Kulturdezernent Stüdemann, DEW-Vertreter).
  • 9.5.: Vorstellung des Sieger-Entwurfs beim Reinoldi-Mahl.

Und wann ist der Brunnen endlich zu bewundern? „Das liegt allein am Zeitplan für den Kampstraßen-Ausbau und kann noch dauern“, sagt Thieler. „Wir müssen nur jetzt schon ausschreiben, damit rechtzeitig die benötigte Infrastruktur, wie z. B. Druckleitungen, in den Umbau eingeplant werden kann.“

Lesen Sie jetzt