Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

CDU: OB Langemeyer eine echte Belastung

DORTMUND Der Parteitag der Dortmunder CDU am Mittwoch Abend war ein einziger scharfer Angriff auf Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer und die SPD in Stadt, Land und Bund. Der Wahlkampf ist eröffnet.

von Von Gaby Kolle

, 06.03.2008
CDU: OB Langemeyer eine echte Belastung

<p>Helmut Stahl, Chef der CDU-Landtagsfraktion (r.) und Gastredner beim Parteitag, nahm den Eindruck von einer kämpferischen CDU Dortmund mit zurück nach Düsseldorf.

CDU-Parteichef Erich G. Fritz sagte vor dem Hintergrund der Bargeld-Affäre im OB-Büro, das System, dass die Unterschlagung in einem zumindest sechsstelligen Umfang möglich gemacht habe, beginne mit dem OB. Fritz: "Der Mann wird untragbar und für Dortmund eine echte Belastung."

Die von der SPD offen gehaltene Option, sich in Hessen, NRW und im Bund von den Linken tragen zu lassen, sei "der sichere Weg in instabile Verhältnisse", meinte Fritz. Dass auch der Dortmunder SPD-Parteichef Franz Josef Drabig diesen Kurs befürworte, zeige ihm: "Da geht es nur um Macht, nicht wofür man sie bekommt."

Nur die besten Leute

Um als CDU dagegen zu halten, appellierte der Parteichef an die 131 Delegierten im DAB-Brauersaal, "die besten Leute" aus dem eigenen Sprengel für die Kommunalwahl am 9. Juni 2009 auszugucken und Eigeninteressen hintenanzustellen. Fritz: "Schauen Sie nicht auf sich selbst, wenn es um die Kandidaturen geht."

Zum Parteitag-Thema "Landespolitische Akzente für Dortmund" - dazu wurde ein Leitantrag verabschiedet - erklärte CDU-Vize Uwe Waßmann, die Politik müsse sich noch konsequenter mit den Problemen der strukturellen Arbeitslosigkeit befassen, nicht nur auf High-Tech-Jobs setzen, sondern auch gering Qualifzierten eine Perspektive bieten. Waßmann: "Im Gegensatz zum OB sind wir nicht der Auffassung, dass der Strukturwandel beendet ist."

Erwartungen an Düsseldorf

Wie Waßmann formulierte auch CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg selbstbewusst Erwartungen der "zweitgrößten Stadt im Land" an die CDU-geführte Landesregierung in Düsseldorf, u.a. zum Neubau des Hauptbahnhofs. NRW-Verkehrsminister Wittke solle Druck machen auf Bundesminister Tiefensee: "Aber schnell, wir sind's nämlich leid."

Gleichzeitig zählte Hengstenberg auf, was Düsseldorf bereits alles Gute mit Fördergeld für Dortmund getan habe und tun werde: Phoenix-Ost und -West, Dortmunder U, Westfalenhütte, Orchesterzentrum . . . Das untermauerte Gastredner Helmut Stahl, Chef der CDU-Landtagsfraktion, mit Zahlen: Zu rot-grünen Zeiten in 2005 flossen 27,17 Mio. Euro von Düsseldorf nach Dortmund, in 2007 waren es 45,39 Mio. Euro.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt