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Computerspieler unter sich

09.12.2007

Computerspieler unter sich

<p>"Counter Strike"-Fans trafen sich zum virtuellen Schlagabtausch im Cinestar. Foltynowicz</p>

Sich Verstecken, rennen und den Gegner stellen. Das ist das Ziel des Videospiels "Counter Strike", auf das Fans weltweit schwören. Am Wochenende trafen sich einige der besten Spieler im CineStar bei der ersten eSports Convention. Auf der Leinwand im Saal 7 beobachteten Hunderte Fans die virtuellen Auseinandersetzungen.

Dabei gaben sich die Veranstalter alle Mühe, Computerspiele aus der Schmuddel-Ecke zu holen, in die sie immer noch viele Menschen stecken. Gerade "Counter Strike" hat vor Jahren die Diskussion um die so genannten Killer-Spiele ins Rollen gebracht. "Wir bieten hier aber eine ganz saubere Geschichte an", so Organisator Thorsten Zippan.

Und die Spieler suchen auch selbst die Diskussion. Zum Beispiel Matthias Meyer, in der Szene als "Mase" bekannt. "Natürlich ist es nicht gesund, sich hinter dem Rechner zu verkriechen und den ganzen Tag ,Counter Strike' zu spielen." Das gelte aber für alle modernen Medien.

Ihn selbst faszinieren die verschiedenen Strategien, die für den Sieg notwendig sind. "Außerdem habe ich durch das Spiel über das Internet viele neue Menschen kennen gelernt." Und die trifft er nicht nur in der virtuellen Welt. Neben fünf deutschen Finalisten haben sich auch zwei Finnen und ein Pole in Online-Turnieren für die Convention qualifiziert. Das weltweite Finale ist mit 56 000 Euro Siegprämie dotiert und findet nächstes Jahr vermutlich in Moskau statt.

Inzwischen gibt es auch in Deutschland echte eSports-Profis. "Software-Unternehmen beschäftigen, wie bei manchen Fußballvereinen, Werkteams. Inklusive Trikots und Sponsoren", weiß Michael Haenisch. Außerhalb der Spielzeit helfen diese Spieler dann bei der Weiterentwicklung der Programme. "In Deutschland sind durch eSports bisher mehr als 150 Arbeitsplätze entstanden."

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) gehörte übrigens zu den Partnern der Convention. Vor einigen Jahren hatte sie beschlossen, ,Counter Strike' nicht auf die Liste der verbotenen Spiele zu setzen, so Thorsten Zippan. "Dabei werden nämlich taktisches Verhalten und vor allem Team-Fähigkeit geschult." jo

www.esports-convention.de

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