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DEW rüstet Wasserwerke mit umweltfreundlicher Technik aus

UV-Licht

DORTMUND Mit ultraviolettem Licht (UV) geht es künftig den Keimen im heimischen Trinkwasser an den Kragen. Damit hat Chlordioxid zur Desinfektion ausgedient.

16.04.2010
DEW rüstet Wasserwerke mit umweltfreundlicher Technik aus

Das Licht in diesem UV-Bestrahler ist nur fürs Foto errötet.

„Um die Sicherheit weiter zu erhöhen und den gestiegenen Qualitätsanforderungen an das Trinkwasser Rechnung zu tragen, erweitern wir in den nächsten Jahren unsere Wasseraufbereitungsanlagen. Dabei haben umweltverträgliche Verfahren Vorrang“, kündigt DEW-Geschäftsführer Dr. Ralf Karpowski an. 

In Zukunft desinfizieren UV-Strahler die rund 20 Mio. Kubikmeter Wasser, die im Jahr durch ein Wasserwerk rauschen. Das UV-Licht unterdrückt die Vermehrung der Mikroorganismen. Eingespart werden dadurch rund 20 Tonnen Chlordioxid pro Wasserwerk und Jahr. Die Umbauphase im Wasserwerk Witten, das den Dortmunder Westen versorgt, beginnt 2011. In 2012 folgen die Wasserwerke Westhofen 1 und Hengsen, die die übrigens Teile des Dortmunder Versorgungsgebiets beliefern. 1,1 bis 1,4 Mio. Euro kostet die DEW-Tochtergesellschaft Wasserwerke Westfalen die Ausstattung mit den UV-Strahlern pro Wasserwerk.

Das ist letztlich nur ein kleiner Teil der Summe, die DEW in diesem Jahr für ihre Netze in die Hand nimmt. 87 Mio. Euro fließen in Betrieb, Wartung und Instandhaltung, weitere 33 Mio. Euro investiert der Versorger in den Erhalt und Ausbau. „Die Aufträge werden ausschließlich in der Region mit Fokus auf Dortmund vergeben“, betont der Geschäftsführer. „Auch unsere Erneuerungen im Strombereich lassen die Umwelt aufatmen“, erläutert Karpowski. Von 2006 bis Ende 2010 tauscht DEW fünf Transformatoren in Umspannanlagen und jährlich 30 bis 35 Trafos in Ortsnetzstationen aus. Die effizienteren Geräte sparen rund 1700 Tonnen CO2 im Jahr ein. Eine Menge, die dem CO2-Ausstoß von ca. 1000-Vier-Personen-Haushalten pro Jahr entspricht. Darüber hinaus sollen vorzeitig bis Mitte 2011 alle Graugussleitungen im Gasbereich durch Kunststoffrohre ersetzt sein. Insgesamt wurden damit 525 Kilometer Leitungen ausgetauscht.