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DOGEWO bietet mit beim LEG-Wohnungspoker

DORTMUND Kommen die Wohnungen von LEG und Ruhr-Lippe doch noch in DOGEWO-Hand? Die Stadtwerke-Tochter bietet in jedem Falle mit im Poker um den Kauf der Landesentwicklungsgesellschaft.

von Von Oliver Volmerich

, 03.12.2007
DOGEWO bietet mit beim LEG-Wohnungspoker

DIe Dogewo bietet (vorerst) nicht mehr mit um die LEG-Wohnungen in Dortmund.

Nachdem die politischen Bemühungen, einen Verkauf des Wohnungsbestandes der LEG und ihrer Tochtergesellschaften zu verhindern, gescheitert sind, war bereits über eine Übernahme eines Großteils des Dortmunder Wohnungsbestandes durch die DOGEWO spekuliert worden.

Einer solchen Filetierung hat das Land aber einen Riegel vorgeschoben. Denn: „Interessenbekundungen für einzelne Gesellschaften, Immobilien oder Teil-Portfolios der LEG werden nicht berücksichtigt“, heißt es in der Ausschreibung zum so genannten Interessenbekundungsverfahren, das bis zum 6. Dezember läuft.

Bieter-Gemeinschaft

Doch jetzt scheint laut dem SPD-Landtagsabgeordneten Harald Schartau eine Lösung gefunden zu sein, die kommunalen Interessen doch noch einzubringen: Die DOGEWO will mit sieben weiteren Partnern um das Gesamtpaket mit insgesamt 93 000 Wohnungen mitbieten. Bis Donnerstag Mittag soll das Angebot auf dem Tisch liegen, bestätigte DOGEWO-Geschäftsführer Klaus Graniki (Foto) auf RN-Anfrage.

Noch offen ist, wie viele Wohnungen dann bei einem möglichen Zuschlag für das Konsortium in den Bestand der DOGEWO übernommen würden. Schließlich geht es um einen dicken Brocken. Den 16 000 aktuellen Wohnungen der DOGEWO stehen 12 000 von LEG und ihrer Tochter Ruhr-Lippe in Dortmund gegenüber. Trumpf der kommunalen Bieter wäre in jedem Fall das große Vertrauen, das sie sich über die Jahre erarbeitet haben – insbesondere mit Blick auf die vom Land geforderte Sozialcharta.

Das sieht nicht zuletzt Helmut Lierhaus so. Der Sprecher des Dortmunder Mietervereins hatte die im Land knapp gescheiterte Volksinitiative mit angeführt, die in Dortmund mehr als 13 000 Unterschriften gegen den LEG-Verkauf gesammelt hatte. „Auch angesichts der internationalen Bankenkrise stehen die Chancen der kommunalen Unternehmen in Konkurrenz etwa zu internationalen Finanzfonds nicht schlecht“, glaubt Lierhaus durchaus an eine aussichtsreiche Bewerbung des Konsortiums.

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