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"Das Dorf in der Stadt"

BRÜNNINGHAUSEN Werden Jung und Alt in einem Atemzug genannt, dann häufig nur, um Gegensätzlichkeiten herauszustellen. Die einen nehmen neue Technologien wie mit der Muttermilch auf, den anderen bleibt oftmals nur die Rolle des staunenden Betrachters.

23.08.2007

Es scheint, als lebe man in verschiedenen Welten. Dass es auch anders geht, beweisen die generationsübergreifenden Wohnprojekte des WIR-Vereins. Mit dem Dortmunder Spar- und Bauverein werden sie als drittes Projekt "ein Dorf in der Stadt" errichten - eine überschaubare Heimat für alle Generationen mit 24 Mietwohnungen und 12 Einfamilienhäusern.

Die Vorgängeranlagen auf dem Tremoniagelände in der westlichen Innenstadt sind bereits mit Preisen ausgezeichnet worden. Der Architekt Norbert Post (Foto) möchte die früheren Erfolge "natürlich toppen". Zurzeit würde an einem Energiekonzept gearbeitet, dass nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch den Geldbeutel schonen soll.

Er ist sich seiner Verantwortung bewusst: "Die Architektur hat einen erheblichen Einfluss auf das Miteinander der Menschen", so müsse auch für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Gemeinschaftsbereiche gesorgt sein, um eine "Kochtopfwirtschaft" ausschließen zu können.

Generationsübergreifende Wohnanlagen dürften aber "auf gar keinen Fall mit betreutem Wohnen verwechselt werden", so Birgit Pohlmann-Rohr (Foto) vom WIR-Verein und selber Bewohnerin einer Wohnanlage. Vielmehr würde der Aspekt der verlässlichen Nachbarschaft im Mittelpunkt stehen. Man schaue zueinander, helfe, wo Hilfe gefragt sei.

"Obwohl der Fokus auf der Gemeinschaft liegt, findet keine Ausgrenzung statt", berichtet Pohlmann-Rohr von ihren eigenen Erfahrungen. Nur, wenn es um neue Mitbewohner geht, sei man vorsichtig, "denn schließlich handelt es sich dabei oft um eine Entscheidung für Jahrzehnte."

Der Spatenstich für Anlage Nummer 3 soll zwar erst Anfang 2008 erfolgen, aber die Ersten haben schon jetzt Interesse angemeldet. Das bewusste Zusammenleben von Jung und Alt scheint den Nerv der Zeit zu treffen. fee

www.wir-wohnen-anders.de

 

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