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Das Zittern geht auch in Dortmund weiter

Karstadt

DORTMUND Die Verunsicherung über ihre berufliche Zukunft wird bei den noch verbliebenen 500 Beschäftigten der insolventen Kaufhauskette Karstadt zum Dauerbegleiter. Nun beunruhigen neue Nachrichten die Mitarbeiter.

von Von Bettina Kiwitt

, 28.04.2010
Das Zittern geht auch in Dortmund weiter

Die Verunsicherung ist Dauerbegleiter.

Sollte der deutsch-schwedische Finanzinvestor Triton Karstadt übernehmen, plant er offenbar den Abbau von 4000 der insgesamt rund 25.000 Stellen in den 120 Karstadt-Filialen. „Wir in Dortmund haben ja gerade erst einiges hinter uns gebracht“, sagt Gerhard Löpke, der bei der jüngsten Betriebsratswahl Jürgen Damm als Vorsitzender der Mitarbeitervertretung ablöste.

Löpke spielt damit auf die Kündigung von 74 Mitarbeitern an, die im Zuge der Schließung des Hauses an der Kampstraße gehen mussten. Die Äußerung von Triton, den Karstadt-Beschäftigten gehe es immer noch sehr gut, ärgert Löpke. „Wir verzichten schon aufs Weihnachts- und Urlaubsgeld. Hier verdient sich keiner eine goldene Nase.“ 2108 Euro brutto habe eine Verkäuferin in Vollzeit im Monat. Davon eine Familie zu ernähren, sei schwierig.

Doch die Macht des Betriebsrates ist in einem Unternehmen in Insolvenz schwierig. „Rechte zu haben und sie durchzusetzen, sind zweierlei“, meint Löpke. Benötige man etwa eine Rechtsberatung, müsse er den Insolvenzverwalter um die nötigen Mittel angehen. Zudem erhalte der Betriebsrat viele Informationen auch nur aus den Medien. Löpke hofft jedoch, dass er bis zum 4. Mai Näheres in Erfahrung bringen kann. Dann lädt er die Belegschaft zur Betriebsversammlung ein.