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Den letzten Weg mitgehen

"Lasst mich doch zu Hause sterben." Das ist ein Wunsch, den viele schwer kranke Menschen äußern. Allerdings tun sich Ärzte manchmal eher schwer, Sterbende aus dem Krankenhaus zu entlassen.

29.08.2007

Oft erhöhten aber gerade die Geborgenheit der eigenen Wohnung und die Nähe zu Angehörigen in den letzten Tagen die Lebensqualität, sagt die Caritas und bietet aus diesem Grund seit Januar häusliche Palliativpflege an.

Hierbei geht es nicht um lebensverlängernde Maßnahmen, sondern darum, Menschen in ihren eigenen vier Wänden einen möglichst angenehmen Tod zu ermöglichen.

"Angst vor Schmerzen oder fehlender Behandlung muss niemand haben. Unsere Patienten sind genau so gut versorgt wie im Krankenhaus oder Hospiz," betont Barbara Boecker, Teamleiterin der ambulanten Palliativpflege.

Alle Mitarbeiter haben eine Zusatzausbildung zur Palliativpflegefachschwester durchlaufen und kennen sich auf dem Gebiet der Schmerztherapie und der Wundpflege hervorragend aus. Außerdem ist der Pflegedienst 24 Stunden täglich erreichbar und hat ein Notfallnetzwerk von Palliativärzten aufgebaut.

Neben der täglichen Versorgung steht die Lebensqualität der Patienten in den letzten Tagen oder Wochen im Vordergrund und persönliche Wünsche werden bei der Pflege berücksichtigt.

Bei der Caritas gibt es für die Fachkräfte kein starres Zeitfenster bei der Betreuung. Das gebe ihnen Zeit, sich intensiv mit den Sterbenden, aber auch mit den Angehörigen zu beschäftigen.

Denn wer einen Verwandten zu Hause pflege, erfülle eine anstrengende Doppelrolle: Pfleger und Betroffener in einem.

"Natürlich erfordert es ganz viel Kraft. Psychisch und physisch. Aber im Nachhinein sind die Allermeisten froh, dass sie diesen letzten Weg mit ihrem Angehörigen gemeinsam gegangen sind," sagt Barbara Boecker. lis

Weitere Informationen unter Tel: 0173 / 7 37 05 95.

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