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Deutsch für Dortmunder Busfahrer

28.01.2008

"Herzlich willkommen auf der Fahrt von Dortmund nach Hamburg. Unser Reisebus ist mit zahlreichen Einrichtungen für Ihren Komfort ausgestattet." Wie man seine Fahrgäste in perfektem Deutsch begrüßt, lernt Busfahrer Valdemar Gomes derzeit im Berufsförderungswerk (BFW) Dortmund.

Wie viele Dortmunder Busfahrer mit Migrationshintergrund kennt sich der gebürtige Portugiese zwar gut mit seinem Fahrzeug aus, hat aber Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Da kam seinem Arbeitgeber TRD, einem der größten Dortmunder Busunternehmer, das maßgeschneiderte Weiterbildungsangebot aus dem BFW gerade recht.

"Die mangelnden Sprachkenntnisse der Busfahrer führen immer wieder zu Problemen", erklärt Kai Fischer, Geschäftsführer von TRD. "Die Fahrer sind zwar technisch sehr versiert, aber beim Kontakt mit dem Kunden hapert es manchmal an der Verständigung." Damit die Fahrer zukünftig besser mit den Kunden - aber im Notfall auch mit der Polizei - kommunizieren können, hat das BFW einen speziellem Deutschkursus für Busfahrer entwickelt, die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben.

Mitte Januar begann der erste Lehrgang unter Leitung von Alexandra Piel, die seit vielen Jahren Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Und das so praxisnah wie möglich: "Ich werde die Situationen durchspielen, mit denen die Busfahrer täglich konfrontiert werden", so die Ausbilderin.

Bedarf ist hoch

Rund 30 Kursstunden haben BFW und TRD vereinbart - und dabei die Termine genauestens mit den Fahrzeiten abgestimmt, damit die Einsatzpläne nicht durcheinander geraten.

Der Bedarf ist hoch, es gibt noch weitere Fahrer, die diesen Kurs besuchen sollen. Und auch der Gesetzgeber sowie die EU fordern regelmäßige Weiterbildung für Berufskraftfahrer. Valdemar Gomes jedenfalls besucht die Deutsch-Kurse hochmotiviert: "Dann kann ich meinen Gästen auf meinen Fahrten endlich auch auf Deutsch von meiner schönen Heimat Portugal erzählen", freut er sich.

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