Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"Dicke Luft" dürfte sich verlagern

13.01.2008

"Dicke Luft" dürfte sich verlagern

Deutschlands vermutlich kleinste Umweltzone wirbelt viel Staub auf. Dort, wo ohnehin schon dicke Luft herrscht, glaubt kaum einer daran, dass die Feinstaubbelastung durch das Fahrverbot ohne Schadstoff-Plakette merklich zurückgehen wird. Eric Schulze (Foto 1) hat hierfür den richtigen Riecher. Er radelt auf der Brackeler Straße regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit. "Manchmal spürt man im Berufsverkehr schon, dass die Luft hier sehr dick ist." Dass die neu eingerichtete Zone daran etwas ändern wird, glaubt der 29-Jährige nicht. "Auf Dauer wird sich das Problem nur auf Straßen in der Umgebung verlagern."

Auch Monika Brune (Foto 2) ist überzeugt: "Nichts wird sich hier ändern. Die werden weiter alle wie die Henker fahren. Wenn nicht hier, dann eben außen herum." Die Einrichtung der Umweltzone hält sie für "rausgeschmissenes Geld".

Ums Geld geht es auch einem 27-jährigen Dortmunder, der seit kurzem arbeitslos ist. "Mein Golf erfüllt die geforderten Bedingungen nicht. Aber jetzt kann ich mir keinen neueren Wagen leisten."

Grundsätzlich hält er eine Verringerung von Emissionen für richtig und wichtig. Die Umweltzone wertet er jedoch für Aktionismus: "Das kommt alles viel zu spät, und jetzt will man die Leute per Gesetz dazu zwingen. Wenn ich meinen Wagen jetzt verkaufe, verschmutzt er in ein paar Wochen wahrscheinlich die Luft in Bulgarien." jo

"Dicke Luft" dürfte sich verlagern

Lesen Sie jetzt