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Die Angst bleibt

06.12.2007

Man kann es nicht richtig greifen. Aber die 1250 Mitarbeiter im ehemaligen Siemens VDO-Werk an der Arminiusstraße in Dorstfeld sprechen darüber, eher leise, eher untereinander, fast heimlich. Sie bangen um ihre Arbeitsplätze.

Denn nach der Übernahme durch den Autozulieferer Continental ist ihre Zukunft ungewisser denn je. Fest steht: Seit Mittwoch ist Siemens VDO Geschichte. Das Werk gehört nun zu Conti. Der Verkauf ist abgeschlossen. Doch wie geht es jetzt weiter? Eine Mauer des Schweigens bei der Pressestelle. Niemand will sich den Mund verbrennen - und einer Entscheidung vorgreifen. In den nächsten zwei bis drei Monaten würden noch bisher aus wettbewerbsrechtlichen Gründen verschlossene Daten intensiv geprüft. Dann könne man mehr sagen. Doch es gibt Gerüchte. Dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Vielleicht auch in Dortmund. Untermauern lässt sich das zwar nicht. Doch schüren Äußerungen von Conti-Chef Manfred Wennemer das Feuer. So hatte er in einem Interview betriebsbedingte Kündingungen bei VDO nicht ausgeschlossen.

Die Neuausrichtung, da sind sich Branchenexperten einig, wird Arbeitsplätze kostet. Vielleicht ist auch der Standort in Gefahr. Dem ersten Bevollmächtigen der IG Metall in Dortmund, Hans Jürgen Meier, bereitete der Eigentümer-Wechsel schon vor Wochen Bauchschmerzen. "Weder Siemens noch Continental waren bereit, den Beschäftigten die geforderten, verbindlichen Zusagen in Bezug auf Arbeitsplätze und Standorte zu machen", kritisierte er damals. Im Vordergrund stünde der uneingeschränkte Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen. Das sei aber abgelehnt worden.

Der Dortmunder Betriebsratsvorsitzende war gestern nicht zu sprechen. Er war auf dem Weg zur Conti-Zentrale nach Hannover. Zu Gesprächen. Bei der IG Metall ist man jedenfalls vorbereitet. Sollten Stellen in Gefahr sein, werde man sich schon zu wehren wissen. ar

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