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Die "Donots" über den Auftritt auf der Hohensyburg

Rock in den Ruinen

DORTMUND Am 30. April bringt das "Rock in den Ruinen"-Festival die alte Burgruine Hohensyburg wieder zum Beben. Als Headliner sind dieses Jahr die münsterländischen Alternative-Rocker Donots dabei. Wir sprachen mit Sänger Ingo Knollmann.

von Von Katharina Pfeifle

, 20.04.2010
Die "Donots" über den Auftritt auf der Hohensyburg

Donots sind "Headliner" bei "Rock in den Ruinen".

Es war unglaublich. Von vier Shows waren drei ausverkauft; teilweise mussten die Konzerte in größere Hallen verlegt werden. Wir spielen zurzeit die größten Clubshows unserer Karriere – das ist der Wahnsinn.

Ich frage mich ja, ob das nicht ein bisschen kalt werden könnte.

Wir werden wie immer für jeden einzelnen im Publikum spielen, schwitzen und zur Not auch Blut spuken (lacht). Selbst nach so vielen gemeinsamen Jahren freuen wir uns auf jedes einzelne Konzert. Wenn wir zusammen unterwegs sind, herrscht eine aufgekratzte Stimmung wie beim Kindergeburtstag. 

Dass ich schon mein halbes Leben lang Sänger in einer Band bin, wird mir nur zwischendurch kurz bewusst. In all den Jahren haben wir so ziemlich alles mitgemacht, sind oft auf die Schnauze gefallen, haben den Dreck zwischen den Zähnen gespürt – und sind immer wieder aufgestanden. Dieses Stehaufmännchen-Ding ist typisch westfälisch.

Der Westfale an sich ist sehr heimatverbunden. Er pflegt familiäre Werte und Freundschaften. Auch bei uns in der Band steht die Freundschaft im Mittelpunkt. Der Westfale weiß außerdem, dass er hart arbeiten muss, wenn er in ihrem Leben etwas erreichen will. Und nicht zu vergessen: die gute alte Bierkultur. Jetzt muss ich mir allerdings erst einmal einen Kaffee machen. Ich komme nämlich gerade vom Sport.

Zurzeit mache ich Schlingentraining. Da bringt man mit zwei frei hängenden Schlingen den Körper auf Vordermann – und bekommt Muskelkater an Stellen, die man noch gar nicht kannte.

Das war kalt! Wir standen vier Stunden lang bei minus 20 Grad in Schweden auf einem zugefrorenen See und sollten uns nicht bewegen. Bleibende Schäden hat sich unser Gitarrist Guido zugezogen: An seinem rechten Zeh hat er schwarze Stellen und kein Gefühl mehr. Das nennt man Leiden für die Kunst – dafür ist das Video aber umso schöner geworden. 

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