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Die Gericht-Highlights des Jahres

DORTMUND Die Welt ist bunt, und die Geschichten an den Dortmunder Gerichten sind es auch. Auch in diesem Jahr gaben sich dort die schillernden Figuren wieder die Klinke in die Hand: Menschen mit außergewöhnlichem Geschmack, fiesen Tricks oder ganz gemeiner Gesinnung.

von Von Martin von Braunschweig

, 28.12.2007

Der Mann mit dem außergewöhnlichsten Geschmack saß im Januar auf der Anklagebank. Er hatte abends in einer Bäckerei randaliert, weil er nichts mehr zu essen bekommen sollte. Als dann die Polizei eintraf, biss er im Gerangel einem Beamten ins Bein. Ob aus Hunger oder nicht, ist nicht überliefert. Fakt ist, dass der Mann zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Die vielleicht brutalste Tat hatte der 21-jährige Christopher P. begangen, der im Sommer zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt wurde. Er hatte seiner Ex-Freundin Sarah mit einem Teppichmesser fast die Kehle durchgeschnitten und das Mädchen dann auf einem Waldweg einfach liegen lassen.

Den heftigsten Streit verlor ein 81-jähriger Rentner aus Hörde. Weil sich alle Nachbarn lautstark darüber beschwerten, dass er sie ständig beim Trennen des Mülls kontrollierte, präsentierte ihm sein Vermieter die Kündigung. Das Gericht urteilte: Das war auch richtig so.

Für den Knaller des Jahres sorgten zwei betrunkene Freunde, die vom Amtsgericht zu Geldstrafen verurteilt wurden. Sie hatten Silvester 2006 von einer Brücke Böller auf die B1 geworfen – und dabei ausgerechnet einen Streifenwagen getroffen.

Das Zitat des Jahres war ein guter Rat von Richter Reiner Kollenberg an einen randalierenden Schalke-Fan: „Für Menschen mit zu viel Energie haben wir hier kleine Zellen. Da können sie mit dem Kopf vor die Wand laufen, bis sie wieder klar sind.“ Martin von Braunschweig

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