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Die Katze im Miezhaus

23.10.2007

Die Katze im Miezhaus

<p>Der Telök im "Garten der Würste": Witze und Comedy im Sonderangebot.</p>

Seit 21 Jahren zimmert sich "Der Telök" auf den Kleinkunstbühnen seine eigene, kleine, abstruse Welt zurecht. Im neuen Programm, das zehn Tage nach der Premiere nun drei Mal im Cabaret Queue zu sehen war, bezogen Martin Fromme und Dirk Sollonsch einen "Garten der Würste".

Es ist vielleicht nicht das stärkste Programm der beiden Stand-up-Comedians, wahrscheinlich wird sich der deutlich schwächere zweite Teil im Laufe der Tour auch noch entwickeln. Trotzdem keimen in diesem abstrusen Garten allerlei gute Gags zwischen albern und witzig: Ein Stuhl wird geboren, und er soll nicht auf den Onkel herauskommen, der in den USA eine Karriere als elektrischer Stuhl gemacht hat. Bauarbeiter schreien ein Baby in den Schlaf, und zwischen Lach- und Sachgeschichten mit Samson taucht eine "Heilige Rasselbande aus dem Islam" auf, die frappierend an Maria und Josef bei Monty Pythons "Leben des Brian" erinnern.

Auch in diesem "Telök"-Programm heißt es wieder "Hallo erste Reihe". Wer da sitzt, findet sich plötzlich auf der Bühne wieder und rät an Hand von Gegenständen Buchtitel wie "Pippi Langstrumpf" oder sitzt im Leistungskurs "Ruhrpottdeutsch" und übersetzt Sätze wie "Familie Meier isst gemeinsam Abendbrot". Für "Die Meiers sind am Grillen" hätte es die meisten Punkte gegeben.

Seine Liebe zum Ruhrpott stellt das Duo gleich zu Beginn mit der Nationalhymne von Wanne-Eickel klar. Improvisieren ist die Stärke der Comedians. Unfreiwillig wurde am Freitagabend damit auch die Winnetou-Old-Shatterhand-Nummer zur noch größeren Lachnummer.

Eine Zauberer-Parodie hat der Telök in dem neuen Programm, auch wieder einige makabre Scherze über die Behinderung von Martin Fromme, dem der linke Unterarm fehlt. Weniger zündend war die Telök-Dessous-Party, witzig wieder die Frage "In welchem Haus wohnt die Katze?" - Natürlich im Miezhaus. JG

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