Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Die Politik müsse kuriert werden

22.10.2007

Im Sommer hatte die Gewerkschaft verdi symbolträchtig die Kisten gepackt - für einen Umzug nach Berlin, denn dort würde das Klinikum wegen deutlich besserer Finanzierung über Nacht schwarze Zahlen schreiben. Und auch jetzt wieder unterstreicht verdi-Sekretär Oliver Kolberg: "Gerade Krankenhäuser der Maximalversorgung in Nordrhein Westfalen, wie auch das Klinikum Dortmund, leiden unter den festgelegten Fallpauschalen für alle Fachdisziplinen eines Krankenhauses. Diese verhindern jedoch eine kostendeckende Refinanzierung."

Kolberg ärgert sich deshalb besonders über die jüngsten Drohungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Ernst Prüsse, bei Nichtzustimmung der Gewerkschaften zum Notlagentarifvertrag käme es zu Kündigungen: "Er nimmt die Patienten und Beschäftigten in die kollektive Haftung." Trotz besseren Wissens werden Patienten über die Medien mit Schließungen bedroht, wenn das Gesundheitswesen ihre Behandlung nicht kostendeckend ermöglicht. Gleichzeitig sollen die Beschäftigten über ihre Geldbörse die Investitionen am Klinikum finanzieren.

Kolberg: "Die Kommunalpolitik müsste sich eigentlich mit Patienten und Beschäftigten solidarisieren, statt sie zu bedrohen, und den Akteuren in Berlin und Düsseldorf endlich mehr Druck machen." Die Beschäftigten hätten schon über das Zukunftsabkommen in den letzten Jahren durch Verzicht 9,9 Millionen Euro aufgebracht. bö

Lesen Sie jetzt