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Die Stasi war überall

DORTMUND Die DDR-Staatssicherheit war auch in Dortmund aktiv. Eine überraschende Erkenntnis, die bei der Eröffnung der Wanderausstellung zur Stasi-Geschichte in der Berswordthalle für Gesprächsstoff sorgte.

09.08.2007

Rund 2000 Anträge auf Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagen-Behörde wurden bislang aus Dortmund gestellt, hatte Elvira Walter, die die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler bei der Ausstellungseröffnung vertrat, überraschende Zahlen parat.

Die Stasi überwachte u.a. intensiv die Besuche Dortmunder Delegationen in der Partnerstadt Zwickau und war auch in Dortmund selbst etwa Handballspielen des SC Magdeburg in der Westfalenhalle im Einsatz. Geschätzt wird, dass damals auf je fünf Fans aus der DDR ein inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit kam. „Die DDR war fern, aber die Stasi war nah“, bilanzierte Walter.

„Staatssicherheit – Garant der SED-Diktatur“ ist der Titel der Wanderausstellung, die einen Einblick in die Arbeit und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit gibt und bis Ende August in der Berswordthalle zu sehen ist. Dazu gibt es eindrucksvolle Schrifttafeln und Dokumente – vom Stacheldraht-Zaun über obskure Überwachungsinstrumente bis zu abenteuerlichen Fluchtmethoden von DDR-Bürgern etwa in einer großen Musiktruhe. Dokumentiert ist auch das Ende des Überwachungsapparates mit der Bürgerrechtsbewegung und der Stürmung der Stasi-Zentrale – und letztlich die Arbeit der Stasi-Unterlagen-Behörde, die die Ausstellung konzipiert hat.     Die Ausstellung ist bis zum 28. August, montags bis sammstags von  9 bis 18 Uhr, in der Berswordthalle am Stadthaus zu sehen. Ein begleitender Vortrag findet am Dienstag (14. 8.) um 18 Uhr, Weiterbildungsseminare für Lehrer am 15. und 16. August statt.

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