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Die Welt von Yu-Gi-Oh

DORTMUND Um Monster, Monarchen und Cyberdrachen dreht sich die Welt von Yu-Gi-Oh, ein Sammelkartenspiel für 9 bis 16-Jährige. Beim Finale der Pharaoh Tour am Samstag in der Westfalenhalle 2 sicherte sich der 18-jährige Mario Konrath aus Castrop-Rauxel den Sieg.

von Von Heike Thelen

, 16.12.2007
Die Welt von Yu-Gi-Oh

Knapp 300 Sammelkarten-Spieler wetteiferten beim Yu-Gi-Oh-Finale um den Gold-Sarkophag.

292 Sammelkarten-Spieler wetteiferten um den Gold-Sarkophag, eine Karte, die es nur einmal in deutscher Sprache gibt und die mehr als 1000 Euro wert ist. Um die Finalisten scharten sich etwa 500 Spieler, die sich nicht für das Hauptturnier qualifiziert hatten und in Nebenturnieren einzeln oder in Teams gegeneinander antraten.

Freude, Gewinn und Spaß nennt der deutsche Yu-Gi-Oh-Meister Vittorio Wiktor die Gründe, warum er aus Berlin angereist ist, um am Finale der Pharao Tour teil-zunehmen. Die Partie des 17-Jährigen gegen seinen ehemaligen Team-Mitspieler Alexander Francke im „Feature Matchkäfig“ verfolgen die  Zuschauer an Bildschirmen. „Er macht wenig Spielfehler“, beobachten Pascal Kramer und Christoph Ruschmeier aus Bochum am Spielfeldrand. Die beiden Jugendlichen sind zum Gucken und Kartentauschen zum Turnier gekommen.

„Wie beim Schach treten bei Yu-Gi-Oh zwei Spieler zum Duell an“, erklärt der 15-jährige Pascal das Spiel, das vor allem Jungen und Männer an Spieltische lockt. „Im Unterschied zum Brettspiel kann man bei Yu-Gi-Oh unter mehreren Tausend Sammelkarten sein Deck aus 40 Karten auswählen“, macht der 16-jährige Christoph den besonderen Reiz aus. Bei ihnen stehen der Spaß am Spiel und das Kennenlernen neuer Freunde im Vordergrund. Bei den Hauptturnier-Teilnehmern scheint der Spaß oft dem unbedingten Siegeswillen zu weichen.

Sieg mit gezinkten Karten?

Auch im Matchkäfig wirft ein Spieler seinem Gegner vor, sich den Sieg mit gezinkten Karten erschummelt zu haben. „Täuschung ist derzeit ein großes Thema. Außerdem sind die Regeln sehr kompliziert und die Preise im Wert von mehreren 1000 Euro sehr groß“, begründet Judgemanager Oliver Gehrmann, warum fast 30 Schiedsrichter im Einsatz sind, um sicherzustellen, dass das Turnier fair abläuft. Für Kathrin Dittmann, eine der wenigen Yu-Gi-Oh-Spielerinnen, ein Grund, warum das Spiel eine Männerdomäne ist. „Man muss viel aushalten können, weil viele Duellanten auf Sieg aus sind“, sagt die 25-Jährige, die ihr Pech im Spiel allerdings anderweitig ausgeglichen hat: Sie hat ihren Verlobten beim Yu-Gi-Oh kennen gelernt.

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