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Dogewo will "Dortmunder Lösung"

DORTMUND Die Stadtwerke-Tochter Dogewo hat sich gestern wie angekündigt mit sieben weiteren Partnern offiziell um den Kauf der 93 000 Wohnungen der LEG und ihrer Töchter in Nordrhein-Westfalen beworben.

von Von Oliver Volmerich

, 06.12.2007
Dogewo will "Dortmunder Lösung"

DIe Dogewo bietet (vorerst) nicht mehr mit um die LEG-Wohnungen in Dortmund.

Um 12 Uhr mittags lief die Frist zur „Interessensbekundung“ ab, die das Land – gesteuert u.a. über das Frankfurter Bankhaus Metzler – gesetzt hatte (wir berichteten). Mit dabei ist in jedem Fall die Bietergemeinschaft, zu der sich die Dogewo gemeinsam mit sieben weiteren kommunalen, aber auch privaten Gesellschaften zusammengeschlossen hat, wie Dogewo-Geschäftsführer Klaus Graniki auf RN-Anfrage bestätigte.

Ziel sei der langfristige Erhalt der Wohnungen in eigener Regie. Wobei das bislang abgesteckte Konzept auf eine Regionalisierung des landesweiten Bestandes hinausläuft. Soll heißen: Die Dogewo würde die 12 000 Wohnungen von LEG und deren Tochter Ruhr-Lippe in Dortmund übernehmen. Ein gewaltiger Brocken, wie Graniki zugibt. Denn bislang verwaltet die Stadtwerke-Tochter 16 000 Wohnungen in der Stadt.

Angesehene Marke

Noch offen ist, ob bei dieser „Dortmunder Lösung“ etwa die Ruhr-Lippe als eigenständige Gesellschaft weitergeführt wird. Schließlich handele es sich um eine eingeführte und angesehene „Marke“, betont Graniki. Und es geht dabei auch um den Erhalt der 150 Arbeitsplätze der Ruhr-Lippe-Verwaltung in Hörde. Dieser Punkt ist nicht zuletzt Bestandteil der vom Land eingeforderten Sozialcharta, die die LEG-Käufer erfüllen sollen. Bis Mitte Januar will die Bietergemeinschaft an ihrem Konzept feilen, um dem Land ein konkretes Angebot machen zu können, kündigte Graniki gestern an.

Das Aktionsbündnis „Zukunft der LEG“ erneuerte indes die Kritik an den Verkaufsplänen und forderte einen Abbruch des Verfahrens. Das Engagement des Konsortiums sei begrüßenswert, dürfe aber nicht zur Zerschlagung der LEG führen. Mit einer Aufteilung der Wohnungsbestände drohten eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und Arbeitsplatzabbau, fürchtet der Sprecher des Aktionsbündnisses und des Dortmunder Mietervereins, Helmut Lierhaus.

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