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Dornröschen traf den Nussknacker

25.10.2007

Dass das Dortmunder Ballett mit den großen Compagnien gut mittanzen kann, hat Xin Peng Wang mit den Ballett-Galas im Opernhaus bereits gezeigt. Nun bot sich Tanzfreunden ein interessanter Vergleich mit den Bolschoj-Solisten, die im Konzerthaus das 5. Yuri Bashmet Festival eröffneten. Ergebnis: Dortmund darf stolz auf seine Ballettcompagnie sein.

Auf dem schmalen Tanzboden-Streifen vor dem Orchester, den Internationalen Symphonikern unter Arkady Berin, kann ein Tänzer allerdings keine großen Sprünge machen. Dafür ist der Platz zu begrenzt. Ein adäquater Ballettraum ist das Konzerthaus nicht. Und so waren die ersten Szenen aus Tschaikowskys "Schwanensee" und "Nussknacker" mehr Schreittanz mit Drehungen auf kleinem Raum und vielen Posen. Lediglich in den Soli von Anastasia Gorjatcheva und Andrej Evdokimov im "Nussknacker" sah man mehr Sprünge und schnellere Drehungen.

Die 31-jährige Maria Allash war Publikumsliebling - als sterbender Schwan zum Cellosolo von Saint-Saens und im Pas des deux aus "Schwanensee" mit Alexander Volchcov am Schluss. Die beste Spannung, den schönsten Ausdruck, die größte Energie zeigte das Paar.

Die Harmonie zwischen einzelnen Paaren wie Valeria Vasileva und Victor Dik stimmte noch nicht perfekt. Und auch Andrej Evdokimov bezauberte sein Dornröschen Anastasia Gorjatcheva nicht mit hohen Luftsprüngen, sondern mit bodenständigerem Tanz.

In festlich-goldenen Röcken präsentierten sich die Internationalen Symphoniker. "Nach einer Studie sehnen sich Zugewanderte nach der Musik ihrer Heimat. Dieses Orchester schafft deutsch-russische Begegnungen", so Kulturdezernet Jörg Stüdemann in seiner Eröffnungsrede. Tatsächlich bringt das Orchester ein Publikum mit, das man sonst selten im Konzerthaus sieht. JG

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