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Dortmunder enttäuscht über „Warsteiner Music Hall“

Aufregung um neuen Namen der Phoenixhalle

Der neue Name der Phoenixhalle sorgt für Aufregung: „Warsteiner Music Hall“ kommt bei vielen Dortmundern nicht gut an. Wir haben mal beim Betreiber nachgehört, was der eigentlich von dem Sponsoring hat.

Hörde

, 17.03.2018
Dortmunder enttäuscht über „Warsteiner Music Hall“

Die „Warsteiner Music Hall“, bisher als Phoenixhalle bekannt. © Felix Guth

Der neue Name der Phoenixhalle in Hörde kommt bei vielen Dortmunder nicht gut an. Ab dem Eröffnungskonzert am 27.4. (Freitag) trägt die Halle offiziell den Namen des neuen Sponsors: „Warsteiner Music Hall“. Die Kooperation mit der Biermarke aus dem Sauerland hat in sozialen Netzwerken zu einigen Kommentaren geführt:

Auch in einer Umfrage unter Nutzern von ruhrnachrichten.de haben rund 80 Prozent gesagt, dass ihnen der neue Name nicht gefällt.

Ohne Sponsoring wäre die Halle nicht wirtschaftlich

Alexander Richter ist Geschäftsführer der Agentur Four Artists, die Bauherren und Initatoren der Phoenixhalle. „Fast alle kommerziellen und wertigen Hallen werden begleitet von einem Medienpartner“, sagt er. Bei öffentlichen Hallen sei das nicht zwingend nötig, weil die städtischen Träger die Hallen querfinanzieren könnten.

Ohne das Sponsoring wäre es für die Warsteiner Music Hall schwierig, wirtschaftlich zu überleben, sagt Richter. „Würde man die Miete so hoch ansetzen, dass sich die Halle refinanziert, würde sie für einige Konzertveranstalter unattraktiv.“ Das heißt: Ohne das Sponsoring würde es wohl weniger Konzerte in der Halle geben – oder eben gar keine, wenn die Halle insgesamt nicht mehr wirtschaftlich wäre.

Allerdings: Selbst wenn eine Halle einen Sponsor hat, muss dieser nicht zwingend ihren Namen ändern. Die Continentale Krankenversicherung, deren Logo sich auf der Rückseite des Union-U auf der Westfalenhalle dreht, hat den historischen Namen "Westfalenhalle" zum Beispiel beibehalten.

Warum Warsteiner?

Besonders enttäuscht zeigen sich einige Nutzer, dass keine Dortmunder Biermarke Sponsor der Halle geworden ist:

Alexander Richter begründet die Entscheidung für Warsteiner wie folgt: „Warsteiner hat sich im Musikbereich sehr engagiert.“ Zum Beispiel sei die Brauerei auch im Festival-Sponsoring sehr aktiv.

Mit der benachbarten Bergmann-Brauerei habe es in Sachen Sponsoring keine Gespräche gegeben, so Richter. Obwohl man schon früh „voneinander gewusst“ habe.

Was der neue Sponsor leistet

Warsteiner stelle für die Halle nicht nur Geld zur Verfügung, sondern auch Kommunikationsmittel und die Ausstattung mit Getränkeständen, erklärt Alexander Richter. Damit bewahrheitet sich auch eine der Befürchtungen der Facebook-Nutzer: In der Warsteiner Music Hall wird Warsteiner ausgeschenkt werden.

Vereinzelt gibt es allerdings auch Nutzer, die den Vorteil der Markenpartnerschaft sehen:

Auch Alexander Richter betont: „Der Star der Halle ist immer der Künstler, nicht der Markenpartner.“ Auf die Besucherzahlen werde sich das Sponsoring nicht auswirken.

Und immerhin, es hätte schlimmer kommen können:

Der Vorverkauf für die „Captain Fantastic Release Show“, das Eröffnungskonzert der Warsteiner Music Hall, beginnt am Freitag (16.3.) um 12 Uhr. Karten gibt es bei www.eventim.de.

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