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EC-Karten ausgespäht

DORTMUND Zwischen Juni und August präparierten zwei 19-jährige Freunde Geldautomaten mit geheimen Lesegeräten. Schaden: 18.000 €. Am Dienstag wurden die Männer vom Amtsgericht zu 22 und 24 Monaten Jugendhaft auf Bewährung verurteilt.

von Von Jörn Hartwich

, 11.12.2007
EC-Karten ausgespäht

Zwei 19-Jährige präparierten Geldautomaten, um so die EC-Karten zu knacken.

Und damit meinte es das Gericht noch gut mit ihnen. Der Staatsanwalt hatte zuvor Gefängnisstrafen von über zwei Jahren gefordert. Die Angeklagten kommen aus Rumänien, wurden dort von Mitgliedern einer internationalen Betrüger-Bande angeheuert. In Dortmund machten sie sich sofort an den Geldautomaten von zwei Filialen der Deutschen Bank zu schaffen.

Vor die Kartenschlitze der EC-Automaten setzten sie ein Lesegerät, die Tastatur wurde mit einer unauffälligen Spezialabdeckung überzogen. So wurden nicht nur die Kontodaten ausspioniert, sondern auch gleich die Geheimnummern gespeichert. Die Informationen wurden von den Hintermännern nach Holland weitergeleitet und auf neue Bankkarten kopiert. Schon konnte das muntere Geldabheben beginnen.

In Deutschland waren die neuen Karten zwar nicht einsetzbar, im Ausland dafür aber umso leichter. Die Angeklagten selbst waren schließlich auf frischer Tat ertappt worden. Vier Monate haben sie in Untersuchungshaft gesessen, jetzt dürfen sie wieder nach Hause. Ihr eigener Verdienst war übrigens eher gering. Er belief sich wohl nur auf 500 bis 800 Euro.

Die beiden 19-Jährigen waren aber wohl nicht die einzigen, die damals unterwegs waren. Ein Kripo-Beamter sagte im Zeugenstand, dass im vergangenen Frühjahr und Sommer rund 55.000 Euro von Konten ahnungsloser Kunden verschwunden sind.

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