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Eigenes Schicksal machte sensibel für Not der anderen

24.10.2007

Die internationale Hilfsorganisation terre des hommes feiert in diesem Jahr gleich doppelten Geburtstag.: 40 Jahre tdh Deutschland, 35 Jahre in Dortmund. Wir stellen zwei Helferinnen vor.

"Ich kenne das gesamte Team sehr gut, hier macht die Arbeit einfach Spaß", verrät Philomina Erfkemper. Kein Wunder, schließlich arbeitet die gebürtige Inderin schon im elften Jahr als Ehrenamtliche für terre des hommes. Gemeinsam mit 14 Mitstreitern des internationalen Kinderhilfswerks versucht sie, so viele Spenden wie möglich aufzutreiben, um Menschen in Not zu helfen.

Harte Zeiten

Kein Wunder, schließlich hat die Dortmunderin selbst harte Zeiten hinter sich. 1955 in Südindien geboren kam sie 1974 in unsere Stadt. "Ohne ein Wort Deutsch zu können", erinnert sie sich. In sechs Monaten lernte sie die fremde Sprache, ging direkt im Anschluss als Krankenschwester in die Ausbildung.

Später arbeitete sie fünf Jahre in ihrem Beruf, verliebte sich in einen Deutschen, heiratete und zog nach Dortmund. Es folgte die Geburt der drei Töchter. Alles klang nach einer wunderschönen Geschichte. Doch 1996 starb ihr Mann überraschend im Alter von 40 Jahren. "Das war eine schwierige Situation, danach musste ich mich ganz den Kindern widmen."

Kurze Zeit später las sie in der Zeitung über terre des hommes und beschloss, ihr Möglichstes zu tun, um anderen Menschen und vor allem Kindern zu helfen.

Eine der ersten Aktionen, bei der sie dabei war, war die Fahrradbörse, die von Andreas Tasche vor 15 Jahren ins Leben gerufen worden ist. Diese findet wegen des großen Erfolges inzwischen auch in anderen Städten statt. Jedes Jahr im Mai spült die Börse Spendengelder in vierstelliger Höhe in die Kassen des Hilfswerks.

Jana Duyen Nguyen ist das "Küken" in der Dortmunder Runde. Seit zwei Monaten ist sie dabei und wirbt seitdem vor allem an der Uni für freiwillige Helfer. "Ich habe nach einer Organisation gesucht, in der ich helfen kann", berichtet die 29-jährige gebürtige Vietnamesin.

Boat People

Auch Jana hat ein aufregendes Leben hinter sich. Ihr Vater und ihr Bruder gehörten zu den "boat people" die in den frühen 80er Jahren mit der "Cap Anamur" aus Vietnam flohen. jo www.tdh.de

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