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Ein Abend ohne Zigarette ist eine gute Erfahrung

28.12.2007

Ein Abend ohne Zigarette ist eine gute Erfahrung

Im Süden Ludwig Kießling Noch drei Tage - dann müssen die Raucher in Kneipen, Restaurants und Konzertsälen, die keine abgeteilten Raucherbereiche haben, vor die Tür gehen. Julia Gaß sprach mit (Foto) von der Suchtberatungsstelle "Spring ab vom Drogenzug" in Hörde übers Rauchen.

Wenn man nicht gleich aufhören möchte - wie schaffen es Raucher, in einem Restaurant, während eines Kneipen- oder Konzertbesuchs nicht rauchen zu wollen?

Kießling: Man muss sich bewusst machen, was die Auslöser sind, zu rauchen. Meist sind das eine Tasse Kaffee, ein Glas Wein, ein gutes reichhaltiges Essen oder Stress. Wenn man sich selber studiert, kann man solche Situationen vermeiden.

Indem man sich einredet, dass man nach dem Essen oder in der Konzertpause gar nicht rauchen muss?

Kießling: Man muss sich mal klar machen, wie blöd es ist, im Restaurant nach dem Hauptgericht vor die Tür zu gehen, sich ins Kalte zu stellen und eine Erkältung einzufangen. Wenn man es schafft, dann nicht zu rauchen, ist das eine gute Erfahrung. Man kann gut ein paar Stunden ohne Zigarette auskommen. Wenn das den Rauchern bewusst wird, hören sie vielleicht auch gerne ganz auf.

Was ist mit Musikkneipen, Diskotheken oder Gaststätten, in denen Fußballspiele übertragen werden?

Kießling: Für die Wirte wird es eine lange Durststrecke geben. Die Leute gehen dann eben raus in der Halbzeitpause. Größere Diskotheken, die Raucherräume abteilen können, haben das Problem nicht, die kleinen schon.

Werden Raucher zu Außenseitern, wenn sie immer vor die Tür gehen müssen?

Kießling: Das ist eine Frage der Perspektive. In England und Italien, wo es das Nichtrauchergesetz schon gibt, treffen sich die Raucher vor der Tür und lernen da neue Leute kennen.

Rechnen Sie mit mehr Andrang in Ihren Sprechstunden ab Januar?

Kießling: Wir sind für Probleme mit härteren Drogen Ansprechpartner und erwarten keinen größeren Gesprächsbedarf. Aber mit so einer neuen Regelung ist es wie Weihnachten: Sie kommt immer plötzlich.

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