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Ein Denkmal in Schieflage

22.08.2007

Aplerbeck Friederike Brown Der Himmel über dem Kommunalfriedhof an der Köln-Berliner-Straße sieht genau so düster aus, wie die Zukunft der über 100 Jahre alten Trauerhalle. Das von dem bekannten Architekten Wilhelm Stricker (baute auch das Amtshaus) errichtete Gebäude, welches sich zurzeit noch in städtischem Besitz befindet, gammelt vor sich hin. "Es ist erschreckend, dass sich keiner um diese denkmalgeschützte Halle kümmert", sagt (Foto).

Die Aplerbeckerin zeigt auf den Bauzaun, der seit über zwei Jahren einen Teil des Gebäudes umschließt. "Hier hat sich lange nichts getan", sagt die engagierte Frau, die die parkähnliche Anlage des Kommunalfriedhofes zu Spaziergängen nutzt. "In vielen Gesprächen mit Bürgern ist immer wieder zu hören, dass dieses Baudenkmal doch erhaltenswert sei." Vor über zwei Jahren sperrte die Stadt die Trauerhalle (wir berichteten) - Hausschwamm lautete die Diagnose. Für das historische Gebäude scheinbar das Todesurteil. Die Stadt kann und will nicht restaurieren (wirtschaftliche Gründe), ein anderer Investor war bislang nicht aufzutreiben. Grund genug für Friederike Brown, das Heft selber in die Hand zu nehmen. Jetzt sucht sie Geldgeber, die bereit sind, sich zu engagieren (die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 350 000 Euro).

Die Einstellung der Verwaltung in dieser Angelegenheit ist für sie völlig unverständlich, denn "man kann die Erhaltung eines Denkmals doch nicht mit Wirtschaftlichkeit rechtfertigen." So richtete sie ein Schreiben an die Bezirksvertretung, die sich aber nicht in der Lage sieht, finanzielle Mittel für den Erhalt der Halle bereitzustellen.

Jetzt wünscht sich Friederike Brown die Unterstützung aus der Bevölkerung (die Gründung eines Förderkreises ist angedacht), um ein Stück Aplerbecker Geschichte vor dem Verfall zu bewahren. jöb

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