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Ein Ende ist nicht in Sicht

27.12.2007

Was genau bestellte die indische Regierung Ende der 90er Jahre? Zylinder für militärische oder zivile Zwecke? Seit mehr als einem Jahr sitzen die beiden aus Dortmund und Holzwickede stammenden Geschäftsführer der Firma Montanhydraulik auf der Anklagebank des Landgerichts. Ein Ende des Prozesses ist nicht in Sicht.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wussten die beiden Unternehmer, dass die von ihnen gelieferten Hydraulik-Zylinder in Raketen-Abschussrampen zum Einsatz kommen sollten. Bei den Lieferungen, die Ende der 90er Jahre über die Bühne gingen, könnte es sich deshalb um illegale Rüstungsexporte gehandelt haben. In der Anklageschrift werden den Firmenchefs deshalb Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen.

Die Angeklagten wollen diese Anschuldigungen jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Von der militärischen Nutzung ihrer Zylinder hätten sie nichts gewusst, sagen sie. Die Inder hätten bei ihnen Bauteile für Brückenlege-Fahrzeuge und nicht für Raketen-Rampen bestellt.

In den nächsten Wochen könnte das Gericht zu dieser Frage auch erste Zeugen aus Indien vernehmen. Wie das vonstatten gehen soll, steht aber offenbar noch nicht fest. Wie es heißt, hat ein potenzieller Zeuge aus Indien den Dortmunder Richtern inzwischen mitgeteilt, dass er nicht bereit ist, für eine Aussage nach Deutschland zu kommen. Möglicherweise werden die Richter den Mann also vor Ort vernehmen lassen und anschließend das Protokoll anfordern. Oder aber es kommt zu einer Zeugenvernehmung per Videokonferenz. Die technischen Voraussetzungen dafür sind jedenfalls vorhanden. von

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