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Ein Festival verschwindet aus der Stadt

07.12.2007

Sie sind jung, und sie sind Weltstars der klassischen Musik: Die Pianisten Arcadi Volodos und Lise de la Salle, Cellist Daniel Müller-Schott, Klarinettist Jörg Widmann, Geiger Daniel Hope. Sie und rund 300 weitere Solisten waren in den vergangenen Jahren zu Gast im Harenberg City-Center. Für das Festival "The Next Generation", dessen dritte Auflage am 16.12. zu Ende geht, holten Bodo Harenberg und Prof. Richard Braun Nachwuchssolisten und -Ensembles nach Dortmund, von denen viele schon bald darauf in den Konzertsälen der Welt Furore machten. Allein 20 ehemalige Next-Generation-Künstler haben bereits im Dortmunder Konzerthaus gastiert. "Wir finden Fotos und Texte, die bei uns entstanden, in Programmheften auf der ganzen Welt", freut sich Harenberg. Und trotzdem: "Wir gehen nun definitiv in Festival-Rente".

Ein Aus der erfolgreichen Reihe für immer? "Wir wollten zu Beginn des neuen Jahrtausends zeigen, wer die Konzertsäle in Zukunft beherrschen. Das ist erreicht. Nun brauchen Künstler und Publikum neue Ideen", so Harenberg.

Stolz ist er darauf, einen beachtlichen Querschnitt durch die Kammermusik von der Renaissance bis heute gegeben zu haben, teils in durchaus ungewöhnlicher Besetzung etwa mit Saxophon oder Schlagzeug. Und noch etwas kann sich das Festival-Team auf die Fahnen schreiben: Von Anfang an gehörten nach den Konzerten Künstlergespräche dazu - damals ein Novum im Konzertbetriebs. Unvergessen etwa Geiger Ilya Gringolts, der auf die Frage nach seiner Entspannungstechnik dem Publikum einen yogischen Kopfstand vorführte.

Nicht nur das technische Niveau des Nachwuchses sei mehr als beachtlich, resümiert Richard Braun. Auch habe sich der Klang längst globalisiert. Russische, französische, deutsche Klavierschule - das sei heute nicht mehr auszumachen. pin

Am 16.12. endet "The Next Generation III" mit einem Konzert des bislang jüngsten Musikers: Der 10-jährige Wunder-Pianist Niu Niu aus Shanghai kommt. Das Konzert ist ausverkauft.

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