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Ein Informatiker mit Herz

21.12.2007

Ein Informatiker mit Herz

Hörde Wenn andere sonntags in die Kirche gehen, sitzt er am Computer über seinen Tabellen. Aber, wie Udo Liebegut sofort ergänzt, in die Kirche geht er auch regelmäßig. Wenn er eben gerade nicht ehrenamtlich für die Dortmunder Tafel arbeitet.

"Weihnachten zum Beispiel", lacht der 65-Jährige. "Da werde ich dann wohl mal nicht berechnen, wer wann seinen Korb bekommt." Die nächsten Ausgabetermine am 2. und 3. Januar hat er ja ohnehin schon längst organisiert. Denn Udo Liebegut ist bei der Dortmunder Tafel der Informatiker. 2002 stieß er kurz nach der Gründung der Organisation dazu, die Ausgabestelle in Hörde baute er vor zwei Jahren mit auf. Sein eigenes Tabellensystem führte er sowohl in der Tafel-Zentrale als auch in Hörde an der Wellinghofer Straße ein. Und verkürzte damit die Warteschlangen, die sich zuvor regelmäßig vor allen sechs Dortmunder Ausgabestellen gebildet hatten, erheblich. Denn die Tabellen wissen genau, wann die rund 220 festen Hörder Kunden ihren Korb voll mit Lebensmitteln bekommen. Jeden Montag und Dienstag findet die Ausgabe im Stadtteil statt.

Als "Zubrot für Bedürftige" versteht Udo Liebegut die Körbe, die zwei Euro pro Stück kosten und aus Spenden gepackt werden. Wer gern zur Tafel kommt, den kennt der Ehrenamtliche nun schon gut. "Viele alte Menschen sind dabei, Arbeitslosengeld-Empfänger und auch junge Leute", erzählt Udo Liebegut. Und freut sich, dass er ihnen im Moment besonders viele Geschenke machen kann. Denn zu Weihnachten gab es zusätzliche Sammelaktionen. Zum Großteil wurden die 200 Pakete schon an Hörder Kinder verteilt. Ja, so hat sich Udo Liebegut seinen "Ruhestand" vorgestellt, seit er nicht mehr an der Uni arbeitet. Von Ruhe kann man wirklich kaum sprechen. Denn wenn er nicht bei der Tafel Lebensmittel verteilt, ist er als Seniorenbeirat unterwegs. Oder mit den Enkeln auf dem Weihnachtsmarkt. Wo er ganz bestimmt viele gute Bekannte trifft. cu

Ein Informatiker mit Herz

<p>Udo Liebegut mit gespendeten Paketen, die noch auf ihre neuen Besitzer warten. Uschmann</p>

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