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Einbrecher haben Saison

Gut 2000 Mal im Jahr steigen Einbrecher in unserer Stadt in Wohnungen und Häuser ein. Jetzt beginnt wieder die Hochsaison - dabei können es Bürger ungeliebten Gästen mit einfachen Mitteln schwer machen. RN-Redakteur Andreas Wegener sprach darüber mit Hauptkommissar Detlef Burkhardt.

15.10.2007

Wann und wie arbeiten die Profi-Ganoven?

Burkhardt: Meist zwischen 10 und 12 und 16 und 22 Uhr. Die Schwachstellen sind oft Türen und Fenster - 80 Prozent können Einbrecher mit einem einfachen Hebelwerkzeug öffnen - innerhalb von 20 bis 30 Sekunden.

20 bis 30 Sekunden?!

Burkhardt: Manchmal geht es sogar noch schneller. Genau da muss man ansetzen - mit Fenstern und Türen, die länger standhalten - denn aus Untersuchungen wissen wir, dass die Einbrecher nur 3 bis 5 Minuten investieren, dann wird das Entdeckungsrisiko zu groß.

Die Umrüstung ist aber mit großen Kosten verbunden...

Burkhardt: Nicht immer. Der Aufpreis bei einem Normfenster für wirksamen Einbruchsschutz liegt bei etwa 150 Euro. Zudem lassen sich viele Fenster und Türen wirkungsvoll nachrüsten.

Woher weiß der Bürger, welche Maßnahmen wirklich nötig sind?

Burkhardt: Unser Kommissariat für Vorbeugung berät kostenlos - im vergangenen Jahr haben wir rund 800 Bürger vor Ort informiert.

Und wie findet man den geeigneten Handwerksbetrieb?

Burkhardt: Dazu haben wir 2003 in Kooperation mit der Handwerkskammer und der Signal-Iduna-Versicherung die "Schutzgemeinschaft Sicheres Wohnen" gegründet. Wir geben dem Bürger ein Protokoll der Beratung und eine Liste mit entsprechend geschulten Betrieben an die Hand.

Denn nur, wenn die Sicherungsanlagen auch richtig eingebaut werden, bieten sie den optimalen Schutz.

Was für Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Burkhardt: Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten. Andere Städte haben das Modell schon übernommen.

In welchem Umfang können sich Mieter schützen?

Burkhardt: Natürlich beraten wir auch Mieter. Manchmal übernehmen Vermieter die Kosten für Sicherheitseinrichtungen komplett oder man einigt sich auf eine minimale Mieterhöhung.

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