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"Eine endgültige Lösung kann nur die Sanierung sein"

14.08.2007

Sölderholz Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Aplerbeck hatte im Mai diesen Jahres das "flüssige Problem" an die Öffentlichkeit gebracht. Aus der ehemaligen Hausmülldeponie Sölderholz traten braun gefärbte Sickerwässer aus, die ungehindert in den Selbach gelangen konnten. Jürgen Schädel, Fraktionsvorsitzender der SPD war auf einer Ortsbesichtigung sofort klar, dass "hier etwas geschehn muss." Eine Anfrage an die Verwaltung wurde gestellt und nun kam die Antwort in Form eines Schreibens seitens der Stadt. So hat das eingeschaltete Umweltamt festgestellt, dass die Sickerwässer mit Eisen und Ammonium belastet sind.

Schädlich für Fische

Dieses hätten zwar keine toxische Wirkung auf die Umwelt, aber für Fische und bestimmte Insektenarten seien sie schädlich. Der Grund, warum die Flüssigkeiten auftreten würden, sei auf Betriebsschwierigkeiten an der Pumpe zurückzuführen. Die Deponie sei zwar "dicht", aber durch die vermehrte Ablagerung von Eisen in den Druckleitungen der Pumpe, sei ein normaler Abfluss nicht gewährleistet, das eisenhaltige Wasser würde so über den Notüberlauf in den Selbach abgeleitet. "Und das ist bedenklich, da der Selbach mit- samt seinen Verunreinigung in die Emscher fließt", sagt Jürgen Schädel und strebt daher eine vollständige Sanierung der alten Deponie an.

Zitronensäure

Diese Möglichkeit scheint aber in weite Ferne zu rücken - der finanzielle und technische Aufwand sei laut Verwaltung zu hoch. Die setzt auf andere Alternativen. So laufen zurzeit Maßnahmen des Tiefbauamtes, die die Spülung der Leitungen und Pumpe mit Zitronensäure beinhalten. Des Weiteren soll der Deponiekörper in den nächsten Monaten eine verbesserte Abdichtung bekommen. Für den SPD-Vorsitzenden Jürgen Schädel nicht genug. "Für eine Zwischenlösung sind die Maßnahmen in Ordnung, doch für uns, die SPD-Fraktion, kommt nur eine komplette Sanierung der Deponie in Frage." jöb

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