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Elmos: Die Zehn steht nicht mehr

DORTMUND Es ist nicht so, dass der Chiphersteller Elmos kein Geld mehr verdient. Im Gegenteil. Schließlich läuft ohne die kleinen Hirne aus Silizium-Quarz gar nichts: Der schicke BMW bliebe eine tote Blechschachtel, der dicke Mercedes täte keinen Huster mehr.

von Von Achim Roggendorf

, 15.08.2007
Elmos: Die Zehn steht nicht mehr

Elmos-Verstandschef Dr. Anton Mindl.

Da man sich aber an die guten Nachrichten bei Elmos gewöhnt hat, fällt der Gewinn für das zweite Quartal (2,1 Mio. Euro) auf den ersten Blick bescheiden aus. Zumal das im "Prime Standard" notierte Unternehmen damit unter dem Strich weniger verdient hat als im Vorjahreszeitraum (2,6 Mio. Euro).

Die Anleger müssen sich damit auch von den Zeiten verabschieden, als das Wachstum von Elmos grenzenlos schien. Gab das Unternehmen in früheren Jahren stets ein Gewinnplus von zehn Prozent als Marschroute aus, so würde sich Vorstandschef Dr. Anton Mindl trotz guter Auftragslage für 2007 schon mit einer Sieben vor dem Komma zufrieden geben. Immerhin beim Umsatz soll die "Zehn" stehen bleiben.

Die Bilanz gehörig verhagelt hat die US-Tochter SMI, die 2006 ihre Ziele nicht erreichen konnte. Trotz Umsatzanstieg (43,7 Mio. Euro, plus 10,5 %) konnte der Gewinn bei Elmos daher nicht mitziehen.

Und so lässt der Hunger nach Größe den Chip-Hersteller in die Ferne schweifen. Nach Asien. In Europa eine Macht, ist Elmos auf dem Kontinent noch ein unbeschriebenes Blatt. Das soll sich nun ändern.

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