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Emscher ist wieder sauber

DORTMUND Es war ein historischer Augenblick: Nast 100 Jahren als Kloake fließt seit gestern zumindest im Dortmunder Südosten wieder klares Wasser in der Emscher.

von Von Oliver Volmerich

, 02.08.2007

Um exakt 15.27 Uhr  schritten Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, Emschergenossenschafschef Jochen Stemplewski und Bezirksvorsteher Sascha Mader an der Vieselerhofstraße in Aplebeck zur Tat  und drehten mit vereinten Kräften das große Rad. Das öffnete den Schieber, der das bisherigen Emscher-Abwasser in den neu gebauten unterirdischen Kanal strömen ließ. Knapp fünf Minuten später plätscherte deutlich weniger und vor allem klares Wasser in der Betonrinne der Emscher.

Jahrhundertprojekt

Für Dortmund ist damit ein "Jahrhundertprojekt" einen großen Schritt voran gekommen Von der Quelle in Holzwickede bis zum Beginn des künftigen Phoenix-Sees ist die Emscher jetzt frei von Abwasser - und damit auf mehr als der Hälfte des Oberlaufs bis zum Klärwerk in Deusen. Möglich macht es ein neuer, knapp neun Kilometer langer unterirdischer Abwasserkanal, durch den im Schnitt 390 Liter Schmutzwasser pro Sekunde fließen.

38,8 Mio. Euro hat die Emschergenossenschaft für dieses Teilstück der Emscher investiert, insgesamt sind es im gesamten Stadtgebiet bereits 388 Millionen - vom 1991 begonnen Klärwerk in Deusen bis zu Hochwasserrückhalte-Becken und Regenwasser-Behandlungsanlagen im gesamten Verlauf und an den Nebenflüssen. 840 Mio. Euro sollen es am Ende insgesamt sein. Ziel ist, den 22 Kilometer langen Abschnitt zwischen Quelle und Klärwerk Deusen bis 2010 sauber zu haben. Bis dahin sollen auch die Betonrinnen verschwunden sein.

Das gesamte "Jahrhundertprojekt Emscherumbau", mit dem der vor dem Ersten Weltkrieg angelegte Abwasserfluss inklusive Nebenarmen bis zur Mündung in den Rhein renaturiert wird, wird auf 4,4 Millarden Euro Kosten beziffert. 

 

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