Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Entschuldigung nach brutalem Raub

DORTMUND 18 Monate Haft auf Bewährung plus 100 Sozialstunden - so lautet das Urteil der 39. Strafkammer des Landgerichts für einen 23-jährigen Dortmunder wegen seiner Beteiligung an einem brutalen Raubzug.

von Von Jörn Hartwich

, 07.08.2007

Tatort war eine S-Bahn der Linie 4, die gerade durch Marten fuhr. Es war der Abend des 24. Januar 2007, als der Angeklagte mit zwei Freunden (beide 20) einen der Waggons bestieg. Außer ihnen befand sich nur noch ein einziger Fahrgast in der Bahn, ein 23-jähriger Gebäudereiniger, der auf dem Weg nach Hause war.

 

Der 23-Jährige erinnerte sich vor Gericht noch genau daran, wie die drei jungen Männer plötzlich mit dem Finger auf ihn zeigten und dann auf ihn zukamen. „Da wusste ich schon: Gleich passiert was.“ Tatsächlich wurde der 23-Jährige bedrängt, geschlagen und bedroht. Erst mit Worten, dann mit Fäusten, zum Schluss mit einer Gaspistole.

 

Die Beute der Täter bestand aus einem leerem Portemonnaie und einem Handy. Nachdem sie die Bahn verlassen hatten, alarmierte das Opfer den Lokführer. Kurz darauf konnte das Trio festgenommen werden.

 

Im Prozess entschuldigte sich der Angeklagte für den Raubzug. Da er damals jedoch praktisch nur im Hintergrund gestanden hatte, ließen die Richter am Ende milde walten und beließen es bei Haft auf Bewährung und Sozialstunden. Die beiden Mittäter waren schon zuvor zu Jugendstrafen von jeweils zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Lesen Sie jetzt