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Fast alle Schlaglöcher sind gestopft

Extremer Winter

DORTMUND Die städtischen Reparaturtrupps haben viel geleistet: Die ärgsten Winter-Schlaglöcher sind zumindest provisorisch geflickt. Doch die Arbeit geht weiter.

02.04.2010

„Wir haben noch einige Wochen vor uns, in denen wir gut beschäftigt sein dürften“, bilanziert Ulrich Finger als zuständiger Abteilungsleiter im Tiefbauamt. Denn jetzt läuft die zweite Phase der Schadensbeseitigung – mit heißem statt des provisorischen kalten Asphalts. Bis Ende Mai soll auch diese Arbeit erledigt sein. Doch auch mit dem bisher Geleisteten ist Finger durchaus zufrieden.

„Wichtig ist, dass man sich wieder sicher auf den Straßen bewegen kann. Wir haben das Problem ganz gut in den Griff gekriegt“, ist der Mann vom Tiefbauamt überzeugt.

Denn die Herausforderung durch den extrem langen und harten Winter waren enorm. Statt wie in üblichen Wintern bis zu drei waren die Krater, die der Frost gerissen hat, diesmal bis zu zwölf Zentimeter tief. Auch wenn die Schlaglöcher nicht gezählt wurden, die u.a. viele RN-Lesern/Usern gemeldet hatten – Finger rechnet mit drei bis viermal höheren Kosten als üblich. „Allein für die Beseitigung der Schäden auf der B1 haben wir bislang 88.000 Euro ausgegeben. Sonst sind es bis zu 35.000 Euro“, nennt Finger ein Beispiel. 

Ein Segen ist deshalb, dass der Etat für die Beseitigung von Winterschäden von der Stadt von 1,6 Mio. um 1 Mio. Euro aufgestockt wurde. „Das hilft uns enorm weiter“, ist Finger dankbar. Allein 300.000 Euro werden benötigt, um kleinere Löcher zu flicken. Auf sechs bis sieben Straßen sollen Schäden großflächig beseitigt werden. Und teilweise wird sogar eine komplett neue Fahrbahndecke fällig – wie etwa auf der Schnellstraße OW III a in Richtung Hafen oder der Ardeystraße zwischen Brünninghausen und Westfalenhallen. Diese Arbeiten müssen ausgeschrieben werden und voraussichtlich im Frühsommer erledigt. Hilfreich bei der Beseitigung der Winterschäden ist aber auch das Konjunkturpaket II. Zwölf Mio. stehen den Tiefbauern u.a. für das Verlegen von Lärmschutz-Asphalt zur Verfügung.

26 größere Straßen wie Ostwall, Stockumer- oder Lindemannstraße stehen dabei auf dem Programm, von denen acht schon erneuert wurden. In jedem Falle werden Baustellen noch längere Zeit das Straßenbild prägen, prophezeit Finger - als Nachwehen eines langen Winters.

  • Hiermit geht unsere Aktion "Schlaglöcher in Dortmund" zu Ende. Wir danken den vielen RN-Lesern und Usern, die seit Anfang Februar Unmengen von Schlaglöchern gemeldet haben.