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"Fatal schöne Situation"

28.12.2007

"Fatal schöne Situation"

Vor wenigen Jahren wurde der Mittelstand noch als Auslaufmodell bezeichnet. Angesichts der guten konjunkturellen Lage sehen ihn viele wieder auf der Überholspur. Was denkt Dorothee Schenten (Foto), Bezirksgeschäftsführerin des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft?

Wird 2008 ein gutes Jahr für den heimischen Mittelstand?

Schenten: Die Unternehmen haben gut zu tun. Und das branchenübergreifend. In verschiedenen Betrieben können allerdings bis weit ins nächste Jahr keine neuen Aufträge mehr angenommen werden. Aus meiner Sicht eine fatal schöne Situation. Grund ist der Fachkräftemangel, der sich immer mehr zu einem Bremsklotz für kleine und mittlere Firmen erweist.

Was brennt den Mittelständlern unter den Nägeln?

Schenten: Die nicht in den Griff zu bekommende Kostenlast, verursacht u.a. durch die immens hohen Energiekosten. Und nach wie vor die zeitfressende und damit geldintensive Bürokratie, von deren Abbau man im Mittelstand wenig bemerkt hat.

Was ist mit der weltweiten Finanzkrise?

Schenten: Sie kann den Mittelstand ausbremsen. Insbesondere Kleinbetriebe erwarten eine Verknappung und Verteuerung der Firmenkredite. So fürchten immer mehr heimische Unternehmer, dass etwa die angeschlagene Industriebank IKB noch erhebliche Stützungsgelder benötigt. Das sind Fördergelder, die eigentlich für den Mittelstand vorbehalten sind. Die Firmenlenker brauchen aber für ihr weiteres Wachstum Planungssicherheit. ar

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