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Feuerwehr-Übung: Schreie im U-Bahn-Schacht

DORTMUND Die Feuerwehr übte am Samstag mit einem realistischen Katastrophen-Szenario für den Ernstfall - im neuen U-Bahnhof Unionstraße.

von Von Johannes Franz

, 09.03.2008
Feuerwehr-Übung: Schreie im U-Bahn-Schacht

Die Feuerwehr rettete Menschen aus einem verrauchsten U-Bahn-Tunnel.

Grausige Bilder in der Elsa-Brandtström-Grundschule: Verbrannte Gesichter, Offene Knochenbrüche und überall Blut. Doch die Stimmung der Beteiligten ist entspannt: Das Szenario ist gottseidank nicht echt.

Rund 50 Ehrenamtliche des DLRG-Landesverbandes Westfalen ließen sich am in der Turnhalle zu perfekten Oopfern schminken, um bei der großen Feuerewehrübung im U-Bahnhof Unionstraße für ein realistisches Katastrophenszenario zu sorgen. Gegen 18 Uhr wurde es ernst. Rund 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die „Verletzten“ zu bergen. Ein Werkstattwagen soll auf einen Personenwagen geprallt sein. Nebelmaschinen schränkten die Sicht ein, aus allen Ecken waren Hilferufe und Schmerzensschreie der Opfer zu hören.

Rettungskonzepte testen

Ziel der Übung war es, die Rettungskonzepte zu testen und die Handhabung der notwendigen Geräte zu testen. „Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden mit der Übung“, so Dirk Aschenbrenner, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Dortmund. „Die Konzepte haben gegriffen.“ Probleme gab es allerdings mit der Mobilität. „Die Haltestelle ist 800 Meter lang, das muss man berücksichtigen.“ Für manchen Beobachter wirkten die Feuerwehrleute recht entspannt bei ihrer Arbeit. Aschenbrenner gibt zu bedenken: „Die Männer tragen Atemmasken und Gerät, das 25 Kilo wiegt. Wenn man damit rennt, geht schnell die Luft aus.“ Ein Kollege sei 20 mal zur Rettung von Verletzten über die Treppen in den U-Bahnschacht geeilt.

„Solch ein Einsatz ist kein einstudiertes Theaterstück“, weiß Aschenbrenner, dass immer Unerwartetes passieren kann. „Aber ich fahre beruhigt in Dortmund U-Bahn.“

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