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Fliegen - geht es bald noch billiger?

Bei easyJet lässt man kein gutes Haar an der Konkurrenz / Billigflieger stellt sich auf Preiskrieg ein

30.05.2007

Kein Wunder also, wenn easyJet-Deutschlandchef John Kohlsaat seine Abneigung gegen den lästigen Konkurrenten Germanwings mittlerweile offen zur Schau trägt. Dabei wollte er bei seinem Besuch auf der «Startbahn Ruhrgebiet» eigentlich nur die Werbetrommel für die neue Flugverbindung ins schottische Edinburgh rühren. Doch wenn man schon mal nach dem Verhältnis zur Tochter der Lufthansa-Beteiligung Eurowings befragt wird. «Germanwings ist für uns kein Konkurrent», sagte Kohlsaat abschätzig. Die Airline werde von Lufthansa nur zur Blockade eingesetzt, um Wettbewerber zu verdrängen. Ohne den «reichen Papa» sei Germanwings «flügellos». Starker Tobak. Wer verstehen will, warum der Streit gerade jetzt eskaliert, muss wissen, dass es Germanwings-Chef Thomas Winkelmann war, der den Fehdehandschuh in den Ring geworfen hat. So will der Flieger ohne Schnickschnack in Dortmund hoch hinaus - und mittelfristig Marktführer werden. Eine deutliche Kampfansage vor allem an den bisherigen Platzhirschen easyJet, mit dem Germanwings schon mehrfach aneinander gerasselt ist, wenn es um die Lufthoheit in Deutschland geht. Für Kohlsaat hat der Verdrängungswettbewerb am Himmel ohnehin längst begonnen. Die Gründe seien die wachsende Konkurrenz untereinander, der Druck der etablierten Linienflieger, zunehmend gesättigte Märkte sowie Flugzeugbestellungen, die den voraussichtlichen Bedarf übersteigen würden. Auch wenn sich die Gesellschaften zurzeit noch «aus dem Weg gehen», rechnet Kohlsaat in spätestens zwei Jahren mit einem «gnadenlosen Preiskrieg» in Dortmund, auf den sich wohl nur die Kunden freuen können. «Dann werden die Messer gewetzt.» Getreu dem Motto: Es kann nur einen geben - easyJet oder Germanwings. ar

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