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Florian geht' s an den Kragen

Florian muss abspecken. Nicht, dass er zu dick wäre. Aber er bröckelt. Deshalb geht es ihm jetzt an den Kragen. Bis Mitte November wird eine der oberen Arbeitsplattformen für insgesamt 276 000 Euro saniert - und dazu verkleinert.

13.08.2007

Bekannt ist Florians Problemzone seit Oktober vergangenen Jahres. Damals hatten abgeplatzte Betonteile an der Plattform für eine vorübergehende Sperrung des Turms und seiner unmittelbaren Umgebung im Westfalenpark gesorgt. Die betroffene Plattform, die nicht öffentlich zugänglich ist, wurde eingerüstet und mit einem Netz gesichert.

Zugleich gingen der Lehrstuhl Werkstoffe der Fakultät Bauwesen an der Universität Dortmund und das Büro Warns-Löschmann + Partner der Ursache des Betonschadens auf die Spur. Das kurzgefasste Ergebnis: Rauchgase der alten Hoesch-Hochöfen vom benachbarten Phoenix-Gelände haben in Verbindung mit aufgestautem Wasser, das durch die defekte Oberflächen-Abdichtung eingedrungen war, den Betonring "gesprengt".

Der wird deshalb jetzt kurzerhand verkürzt. Rund 50 Zentimeter des äußeren Plattform-Rings und damit der stark beschädigte Bereich werden entfernt, der "Kragen" des Turms an dieser Stelle also entsprechend kleiner. Der Turm muss wegen der Reparaturarbeiten für insgesamt 20 Tage, verteilt auf drei Phasen, gesperrt werden. Zudem steht außer am Wochenende baustellenbedingt nur noch ein Lift für die Turmauffahrt zur Verfügung.

Erstmals gesperrt ist der Turm in dieser Woche bis einschließlich Mittwoch für die Aufstockung des Gerüstes, das wetterfest gemacht werden muss. Mitte November wird bei ebenfalls drei Schließungstagen wieder abgebaut.

Dazwischen ist der Turm vom 8. bis 21. Oktober für zwei Wochen gesperrt, weil Industriekletterer auch die Unterseite des Turm-Restaurants und den Beton-Schaft des Turms auf Schäden untersuchen. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie die Experten betonen. Denn mangels Staunässe sind dort eigentlich keine Probleme zu befürchten wie an der oberen Plattform. Für Besucher des Westfalenparks gibt es ansonsten keine Einschränkungen, verspricht Park-Chefin Annette Kulozik. Oli

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